Kindergarten: Der Bedarf ist da

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Wernberg-Köblitz
16.06.2016
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Der Auftrag soll im Juli vergeben werden. Auf dem Gelände der alten Schule entsteht ein Bau für 50 Kindergarten- und 24 Krippenplätze. Wie notwendig dieser Schritt ist, wurde in der Marktratssitzung nochmals verdeutlicht.

Der Förderantrag für den geplanten kommunalen Kindergarten ist eingereicht. Er ist auf zwei Kindergarten- und zwei Krippenplätze ausgelegt. Diese Planung wurde auch vom Jugendamt bestätigt und als Bedarf anerkannt. Nun muss formell noch die Bedarfsanerkennung der Plätze durch den Marktrat nachgereicht werden. CSU-Fraktionssprecher Konrad Kiener unterstrich mit Blick auf das derzeitige knappe Platzangebot, dass dieser Kindergarten für Wernberg-Köblitz eine Notwendigkeit sei. Bürgermeister Georg Butz verwies auf die Notgruppe, die seit mehreren Jahren im Turnraum des Kinderhauses St. Anna eingerichtet sei. Hinzu kämen die hohen Anmeldezahlen für Krippenplätze und der kleinere Gruppenzuschnitt für integrative Kinder. Der Bedarf wird noch zunehmen, steigen im Markt doch die Geburtenzahlen.

Laut Verwaltungsleiter Stefan Falter werden alleine mit der Auflösung der Überbelegung, der Notgruppe und der Warteliste eine komplette Kindergartengruppe und zwei Krippengruppen gefüllt. Bürgermeister Georg Butz hofft, dass in der Sitzung am 26. Juli bereits der Bauauftrag vergeben werden kann.

Abbruch im Juli


Vorher muss die alte Schule abgerissen werden. Der Auftrag ging für 83 121 Euro an die Firma Althammer, die bereits beim Wasserwerk tätig war. Für die Maßnahme waren im Haushalt 120 000 Euro Ausgaben und 70 000 Euro Einnahmen durch Städtebaufördermittel vorgesehen. Von der Förderung muss sich der Markt leider verabschieden. Begründung: Durch den Gebäudeabbruch entstehen keine Kosten, die nicht durch die Wertsteigerung des Bodenwertes des freigelegten Grundstücks aufgefangen werden könnten. Der Abbruch ist für Juli vorgesehen. Nicht davon betroffen ist das Lehrerwohnhaus. Wurde die Förderung "falsch angepackt?", wollte Dritter Bürgermeister Georg Schlögl wissen. Das nicht. Aber "es ist nicht so ausgegangen, wie wir es uns erhofft hatten", betonte Bürgermeister Georg Butz.

"Erschlagen" wurden Bürgermeister und Verwaltung vom Ausschreibungsergebnis für die Erneuerung des Lindenweges. Das Arbeiten auf engem Raum treibt die Preise in die Höhe. Die Baumaßnahme wird aufgehoben. Es wird lediglich die Gasleitung verlegt. Doch das ist keine Baustelle des Marktes. Den Anliegern entstehen keine Kosten.

Auf Angebot verzichten?


Die Feuerwehr Wernberg erhält einen neuen Mannschaftstransportwagen. Das günstigste Angebot machte mit 71 911 Euro die Firma Compoint aus Forchheim. Fahrzeugkauf und Ausbau liegen in einer Hand. Zur Mitfinanzierung durfte die Feuerwehr den alten Bus verkaufen. Sie bietet an, noch eigene Mittel draufzulegen und einen Beitrag von 10 000 Euro leisten. Zweiter Bürgermeister Alexander Werner plädierte dafür, nicht auf Eigenmittel der Wehr zu bestehen. Laut Bürgermeister Butz würde dadurch ein Ausnahmefall geschaffen. Es sei bisher bei allen Wehren gang und gäbe gewesen, dass sie sich mit 10 000 bis 15 000 Euro beteiligen. Jede Feuerwehr habe zudem einen Verein an der Seite, der die Aufgabe habe, die aktive Truppe zu unterstützen.

Dritten Bürgermeister Georg Schlögl interessierte, warum das Fahrzeug 17 000 Euro teurer geworden sei. Laut Butz sei das in Preiserhöhungen, den veränderten Abgasnormen, doppelter Funkausstattung und der Verkehrsleittafel auf dem Dach für Autobahneinsätze begründet. Maria Schlögl ergänzte, dass noch "13 000 Euro staatliche Förderung hinzukommen".
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