Konzept für Mauer, Zaun und Wege im Friedhof - Kaschierende Kletterpflanzen abgelehnt
Lieber Putzschäden statt Efeu

Vermischtes
Wernberg-Köblitz
20.10.2016
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Im Friedhof Oberköblitz besteht Handlungsbedarf an der maroden Mauer. Doch statt den gesamten Bereich durch einen Stabgitterzaun zu ersetzen, empfahl der Bauausschuss dem Marktrat eine andere Variante: Die Mauer lediglich entlang der Nordseite abbrechen und ersetzen, doch die Ziegelmauerwerkwand im alten Friedhofsteil entlang des Hohlgrabens belassen und bis zur nordwestlichen Friedhofsecke mit Efeu begrünen, wie das teilweise schon der Fall ist. Mit diesem Korsett könnte man den Teilabschnitt noch einige Jahre zusammenhalten. Die Kosten für diese Mischlösung lägen bei 20 000 Euro.

Das gesparte Geld könnte in die Pflasterung der strapazierten Wege im alten Friedhofsteil gesteckt werden: Kosten: 32 500 Euro. Die einheitliche Oberflächengestaltung zwischen den Gräbern in alten Friedhofsteil bis zur Kirche St. Emmeram wird auf 10 000 Euro geschätzt. Unterm Strich kommen 65 000 Euro zusammen. Im aktuellen Etat sind 50 000 Euro vorgesehen, so dass 2017 noch 15 000 einzustellen wären. Maßnahmenbeginn ist im Frühjahr.

Im Marktrat bestand damit generell Einverständnis - bis auf den Efeu. "Efeu sucht sich einen Weg und wandert in die Grabeinfassungen", gab Markträtin Maria Schlögl zu bedenken. Den Grabbesitzern wäre es lieber, wenn die Mauer so belassen würde. Das Geld für den Efeu könne man sich sparen. Auch Konrad Kiener war dafür, das Ziegelmauerwerk im momentanen Zustand zu belassen, solange sie hält. Dann müsse ohnehin ein Zaun gebaut werden. Bürgermeister Georg Butz war erstaunt, hatte er doch auch gegenteilige Meinungen vernommen. Und wenn der Putz weiter runterbröckle, kämen wohl wieder Beschwerden. Keiner erinnere sich dann daran, dass die Efeu lose Variante gewünscht worden sei. Dass die Marktgemeinde bei einer Bepflanzung für den entsprechenden Rückschnitt sorgen würde, verstehe sich von selbst. Mit 9:8 Stimmen entschied das Gremium, dass die Mauer entlang des Hohlgrabens ohne Efeubewuchs stehen bleiben soll und die Mittel, die man sich hier noch einige Zeit für den Zaun spart, in die Wegeinstandsetzung fließt.

Christa Mösbauer interessierte, was die Kirche in ihrem vorderen Friedhofsteil mit der Mauer zu tun gedenke. "Das entzieht sich meiner Kenntnis", so der Bürgermeister. Doch man rede da über Kosten von 700 000 Euro.
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