Markt für einen Euro Eigentümer

Die Marktgemeinde Wernberg-Köblitz ist nun Besitzer des Jugendheims. Falls entsprechende Fördermittel aus dem "EFRE"-Programm fließen, könnte man das Gebäude aus seinem Dornröschenschlaf erwecken. Bild: Völkl
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
13.10.2016
46
0

Der Notarvertrag wurde am Montag unterschrieben: Mit Zustimmung der Diözese Regensburg hat die Kirchenverwaltung St. Anna das Jugendheim Wernberg an den Markt Wernberg-Köblitz verkauft - für einen Euro.

Schon seit Jahren versucht eine Initiative um Marktrat Anton Kummert das Jugendheim zu erhalten und zu beleben. Für die Bischöfliche Finanzkammer kam eine Sanierung nicht in Frage, man wollte das Haus veräußern. Es folgten viele Vorstöße der Initiative, die den Weg dafür bereitete, dass bei der Diözese ein Umdenken einsetzte. Sie gab grünes Licht dafür, dass das Haus samt Grundstück der Marktgemeinde für einen symbolischen Preis übereignet wird.

Kostenlos an die Kirche


Kummert führte in den Gesprächen mit der Diözese die enge Verbundenheit der Bürger mit dem Gebäude an: Das Jugendheim wurde von der Wernberger Kirchenstiftung in den 1960er Jahren erbaut. Das war aber nur möglich, da die Gemeinde Wernberg damals das Grundstück der Kirchenstiftung übereignete.

Zudem wurde der gesamte Rohbau aus der Brandversicherungssumme des abgebrannten Brauhauses finanziert. Wernberger Bürger traten ihre Braurechte an die Kirchenstiftung ab, damit mit der Brandversicherungsentschädigung das Wernberger Jugendheim gebaut werden konnte. Viele Bürger trugen auch mit ihren Hand- und Spanndiensten zum Gelingen bei.

Als nun im Frühjahr dieses Jahres das Angebot der Kirche stand, stieg Bürgermeister Georg Butz im Auftrag der Markträte in Verhandlungen mit der Diözese ein.

Fördertopf "EFRE"


Nun war Notartermin. Nach dem Kauf wird von der Marktverwaltung abgeklopft, ob und in welcher Höhe es Fördermittel aus "EFRE" gibt. Die Zuschusshöhe liegt bei bis zu 80 Prozent. Im Zuge dieses EU-Förderprogramms wurde das Jugendheim gemeinsam mit Burg Trausnitz als Theaterspielplatz angemeldet. Das "Kulturhaus" könnte Proben- und Spielort sein. Zugleich böten sich Unterbringungsmöglichkeiten für Theaterverein, die Naabtaler Musikanten, Kirwaverein und Kegler.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.