Markt möchte bei Breitband-Ausbau auch vom Bundesprogramm partizipieren
Im Landkreis-Verbund effektiver

Symbolbild: dpa
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
26.01.2016
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In Sachen Breitbandausbau setzt die Marktgemeinde auf ein weiteres Pferd: Zur besseren Versorgung der noch nicht mit dem bayerischen Förderprogramm beplanten Bereiche des Gemeindegebietes - voraussichtlich Friedersdorf, Schwarzberg und Rattenberg - kann der Breitbandausbau in diesen Gebieten eventuell durch das Förderprogramm des Bundes vorangetrieben werden.

Wie Bürgermeister Georg Butz und Verwaltungsleiter Stefan Falter den Markträten in der letzten Sitzung erläuterten, werden die gleichen Fördersätze (90 Prozent) wie beim bayerischen Förderprogramm in Aussicht gestellt. Für den Markt Wernberg-Köblitz wurde die Förderhöchstgrenze des bayerischen Programms bereits fast vollständig ausgeschöpft. Der Landkreis Schwandorf bietet nun allen Kommunen im Landkreis Schwandorf an, in einem Verbund der Gemeinden unter Federführung des Landratsamtes die Förderschritte zu durchlaufen und ein Planungsbüro zu beauftragen. Planungskosten bis zu 50 000 Euro werden zu 100 Prozent durch den Bund gefördert. Anders als beim bayerischen Programm besteht beim Bundesprogramm kein Anspruch auf Förderung. Wenn die Anträge vorliegen, werden nach einem Bewertungssystem so viele genehmigt, wie im Fördertopf zur Verfügung steht. Und dies nach einem Punktesystem, beginnend mit der höchsten Punktzahl.

Einem größeren Verbund - von einem Landkreis geplant - wird eine bessere Chance auf Förderung eingeräumt, als einer eigenen Bewerbung durch den Markt Wernberg-Köblitz alleine. Es wäre eine losweise Vergabe vorgesehen, in der jeder Bieter auf alle Lose reagieren muss. Dies führt dazu, dass mehr Versorger ein Angebot abgeben werden - vor allem auch für unattraktive Bereiche, wie es abgelegene Ortsteile ja oft sind. Allerdings trägt die jeweilige Kommune nur die Kosten für das jeweilige Los, das sie betrifft. Es ist vorgesehen, für jede Kommune ein Los zu bilden. Der Marktrat verständigte sich darauf, dass Bürgermeister Georg Butz die entsprechende Vereinbarung unterzeichnen soll.
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