Marktrat entscheidet
Für Neubau des Hochbehälters

Der Hochbehälter Fischberg, um den es während der Marktratssitzung ging, ist in der Bildmitte mit einem roten Symbol gekennzeichnet. Er liegt auf 435 Meter Höhe. Am Fuße des Fischbergs führt die A 93 vorbei (unten), links ist die Straße Richtung Damelsdorf und Saltendorf. Bild: hfz
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
15.09.2016
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Dass der Wasserhochbehälter Fischberg für eine Million Euro neu gebaut wird, war den Markträten einsichtig. Nicht aber der Plan, einen Teil der Wasserleitung stillzulegen. Die Räte befürchten bei einem Notfall Engpässe für Damelsdorf und Saltendorf.

Als Experten hatte die Verwaltung den Bereichsleiter Wasser des beauftragten Ingenieursbüros Zwick aus Weiden eingeladen. Bernhard Kaltenecker rechnete dem Plenum vor, wie viel Wasser der Markt mit dem Hochbehälter Fischberg heute und in den nächsten Jahrzehnten vorhalten muss, damit es auch im heißesten Sommer zu keiner Wassernot kommt; und er legte Zahlen vor, ob man den Hochbehälter, der aus zwei Speichern aus den Jahren 1970 und 1950 besteht, eher sanieren oder gleich komplett neu bauen sollte.

Dritter Abschnitt


Bürgermeister Georg Butz ordnete vorher die Maßnahme in den Generalplan des Marktes für die Sicherung der Trinkwasserversorgung ein. Er sprach von einem dritten Bauabschnitt - nach den Großinvestitionen in Wasserwerk und Brunnenbau. Aus Sicht der Verwaltung wäre ein großer Ersatzneubau an der Stelle des bestehenden alten kleinen Hochbehälters (Volumen 250 Kubikmeter) die beste Lösung.

Der "große" Hochbehälter (Volumen zweimal 500 Kubikmeter) könnte einfach weiterbetrieben werden und die Wasserversorgung sichern, bis der Neubau (Volumen 1600 Kubikmeter) fertiggestellt ist. Die Erfahrungen im Wasserwerk haben laut Bürgermeister Georg Butz gezeigt, dass eine solche Vorgehensweise sinnvoll ist.

Halbe Milliarde Liter


Ingenieur Kaltenecker wusste, dass der Markt pro Jahr im Durchschnitt 500 000 Kubikmeter Wasser verbraucht - das sind eine halbe Milliarde Liter. An einem besonders heißen Tag, wie es der 11. August 2015 war, flossen mit 2235 Kubikmetern Wasser fast das Doppelte eines normalen Tages durch die Leitungen.

Daran richtete sich der Planer aus und riet, dass alle fünf Hochbehälter rund um Wernberg-Köblitz für Spitzenzeiten 2500 Kubikmeter Trinkwasser vorhalten sollten; in 20 Jahren müssten es sogar 3000 Kubikmeter werden, da der Ort und seine gewerbliche Wirtschaft wachsen würden.

Auf die Kosten für die beiden Bauvarianten eingehend bezifferte Kaltenecker die Summe für die Sanierung mit 1,2 Millionen Euro, die Nettobausumme für einen Neubau mit 1,02 Millionen Euro. Dabei soll am Standort des "kleinen" Hochbehälters ein besonders großer mit zwei Mal 800 Kubikmeter Fassungsvermögen entstehen. Den "großen" bräuchte man dann nicht mehr.

Dazu kämen 200 000 Euro für den Einbau eines Pumpwerks am Hochbehälter und einer 700 Meter langen Wasserleitung ins Industriegebiet (Daimlerstraße). "Das dient der dortigen Versorgungssicherheit", betonte er. Kalteneckers Idee, nach einem Wegfall des bisherigen Pumpwerks Damelsdorf einen Teil der nicht mehr benötigten Leitung zu den beiden Dörfern Damelsdorf und Saltendorf zu entfernen, stieß auf Widerspruch bei den Räten. Man hatte Angst, das es dort zu Engpässen kommen könnte. Am Ende wurde das Ingenieurbüro beauftragt, Leitungsvarianten zu untersuchen.

Einstimmig war das Plenum außerdem dafür den Hochbehälter Fischberg neu bauen zu lassen. Die Vermessungsarbeiten dafür würden umgehend beginnen, kündigte Kaltenecker an.
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