Marktrat stellt Weichen für nächsten Erschließungsabschnitt
Industriegebiet wächst weiter

Im Zuge des Gasleitungsbaues könnte der Lindenweg erneuert werden. Bild: Völkl
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
23.01.2016
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Im Industriegebiet West II steht die nächste Etappe an: Der Marktrat stellte in seiner Sitzung die Weichen für die Erschließung des zweiten Bauabschnittes. Die Arbeiten werden heuer über die Bühne gehen.

Der Tagesordnungspunkt war kurz, die Maßnahme, die besprochen wurde, millionenschwer. Im Industriegebiet "West II" werden heuer weitere Erschließungsarbeiten in Angriff genommen. Den Markträten lag die Ausführungsplanung des Ingenieurbüros Seuß aus Amberg vor. Die Erschließungskosten inklusive der Baunebenkosten belaufen sich demnach auf 1 971 000 Euro. In dieser Summe enthalten war die Asphaltierung und seitliche Randeinfassung der gesamten Geh- und Radwege in Bauabschnitt 1 und 2 mit brutto 269 000 Euro. Das Gremium beschloss, diesen Teil zurückzustellen. Die Baukosten reduzieren sich dementsprechend.

Planung befürwortet


Die Grundstücksanschlüsse wurden auf durchschnittlichen Bauplatzgrößen von etwa 3000 Quadratmeter nördlich der Bürgermeister-Birkmüller-Straße und entlang der Dr.-Fritz-Loew-Straße angeordnet. Südlich der Bürgermeister-Birkmüller-Straße sind ebenso Hausanschlüsse beziehungsweise zwei Hauptanschlüsse für eine eventuelle spätere Erschließung des Bauabschnitts 3 vorgesehen. Hier muss dann aber mindestens ein weiteres Regenrückhaltebecken platziert werden.

Der Marktrat war mit der Planung einverstanden. Die Ausschreibungsunterlagen fertigt das Ingenieurbüro Seuß bis Anfang März. Die geplante Maßnahme wird heuer realisiert. Da das Ingenieurbüro bereits im Bauabschnitt 1 Teilleistungen zu den nun anstehenden Arbeiten erbracht hat, war es nahe liegend, das Ingenieurbüro auch mit den in Bauabschnitt 2 anstehenden Erschließungsplanungen - voraussichtliche Honorarkosten 123 800 Euro - zu beauftragen. Bürgermeister Georg Butz kam dann auf ein kleineres Projekt zu sprechen: Ein Anlieger im Lindenweg am Fischberg hat für sein Anwesen einen Gasanschluss beantragt. Die Fahrbahnbreite im Lindenweg beträgt im wesentlichen lediglich drei Meter. Hier ist auch keine Wasserleitung verlegt, so dass bei einigen Anwesen die Wasserleitungsanschlüsse über Privatgrundstücke laufen. Hinzu kommt, dass die Straße selbst momentan keine ordnungsgemäße Entwässerungseinrichtungen hat und laut Verwaltung in einem "mäßigen Zustand" ist. Die Mischwasserkanalisation hat 55 Jahre auf dem Buckel und ist erneuerungsbedürftig. Aus Sicht der Verwaltung wäre es sinnvoll, das Ganze in Angriff zu nehmen, zumal von seiten der Gasversorgung eine 50-prozentige Kostenbeteiligung am Straßenbau signalisiert worden sei. Die geschätzten Kosten für den Straßenbau betrügen 58 000 Euro, für den Kanalbau 48 000 Euro und für den Wasserleitungsbau 22 000 Euro. Wenn die Maßnahme laufen soll, müsste man die notwendigen Haushaltsmittel noch für das Jahr 2016 einstellen und kurzfristig ein Planungsbüro beauftragen.

Günstige Gelegenheit


"Was kommt auf die Anlieger zu?" Markträtin Christa Mösbauer erhielt die Auskunft, dass bei 80 Prozent Ausbaubeitrag an den Straßenbaukosten rund 24000 Euro auf acht Anlieger umzulegen wären - vorausgesetzt, es bleibt bei der durch den Gasleitungsbau bedingten Kostenreduzierung. "Günstiger wird man es nicht mehr bekommen," meinte Marktrat Konrad Kiener. Und die Leitungen laufen nicht mehr über Privatgrund, fügte Vitus Bauer an. Vor einer Entscheidung wird nun mit den Anliegern Kontakt aufgenommen, um ihnen die Sachlage aus Sicht der Verwaltung zu erläutern.
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