Markus Ertl feiert silbernes Priesterjubiläum
Er schätzt helfende Hände

"Mit meinem Gott überspringe ich Mauern". Mit diesem Vers begann Pfarrer Markus Ertl von 25 Jahren sein priesterliches Wirken. "Diese Vertrauen habe ich bis heute behalten", betont der Geistliche, der am Sonntag silbernes Priesterjubiläum feiert. Bild: Völkl
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Wernberg-Köblitz
07.07.2016
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"Ich habe nur einen Wunsch zum Jubiläum: Dass ich auch weiterhin auf so viele helfende Hände und auf das harmonische Miteinander bauen kann". Pfarrer Markus Ertl freut sich auf das Fest, das die Pfarreiengemeinschaft zu seinem silbernen Priesterjubiläum am Sonntag, 10. Juli, ausrichtet.

Eigentlich war Pfarrer Ertls Lebensweg ein ganz anderer: Am 31. Mai 1961 in Sulzbach-Rosenberg geboren, entschied er sich für den Beruf des KFZ-Mechanikers. Doch in der kirchlichen Jugendarbeit wuchs in ihm der Wunsch Priester zu werden. Ertl besuchte die Spätberufenenschule in Fockenfeld. Abitur, Theologiestudium in Regensburg, Praktikum in Wiesau folgten. Am 29. Juni 1991 wurde Markus Ertl in Regensburg zum Priester geweiht. Nach Kaplanjahren in Kötzting und Dingolfing wurde der damals 34-Jährige am 28. August 1995 zum Nachfolger des verstorbenen Wernberger Pfarrers Josef Birk ernannt. "Es war genau 8.32 Uhr", erinnert sich Pfarrer Markus Ertl an seinen ersten Schritt ins Pfarrhaus St. Anna. Viele Schritte folgten.

Lebendige Pfarrei


In der damals 1600 Gläubige zählenden Pfarrei St. Anna fasste er schnell Fuß. In der Pfarrei warteten viele Aufgaben. Der Neubau des Kindergartens St. Anna stand an. Das Pfarrheim St. Anna entstand, Burgkapelle und die Kapelle am Kalvarienberg sind renoviert. Ein Großprojekt war die Generalsanierung der Pfarrkirche St. Anna. Doch es ging nicht nur um Bauprojekte. "Die Frohbotschaft Jesu verkünden, das ist mir wichtig." Das macht er in der Heiligen Messe, bei Bibelwanderungen des Frauenbundes und der KAB oder bei diversen Wallfahrten. Ertl baute an einer lebendigen Pfarrei: Osterbrote werden gebacken, Fastenessen organisiert. Es gibt ein Maifest, einen Neujahrsempfang, Kinderbibeltage und die "Nacht der offenen Kirche".

Der katholische Geistlichen pflegt die Ökumene. Es gibt Begegnungstage mit der evangelischen Kirchengemeinde, gemeinsame Maiandachten und einen ökumenischen Kreuzweg.

Große Herausforderung


Der Pfarrer packt auch ganz praktisch mit an: Er ist Mitglied der Feuerwehr Wernberg, kann auf Leistungsabzeichen stolz sein und hatte früher zur Alarmierung den "Piepser" im Pfarrhaus. Inzwischen grenzt er sein Engagement auf seinen Einsatz als Notfallseelsorger ein. Das hatte seinen Grund: Eine große Herausforderung war die Zusammenlegung von Pfarreien. Die Umstrukturierung lief bereits 2005 an, als die Expositur Glaubendorf zur Pfarrei St. Anna kam. 2008 dann die große Zäsur: Wernberg, Oberköblitz, Neunaigen und Glaubendorf wurden zur Pfarreiengemeinschaft zusammen gelegt. Ein enormes Pensum, das Organisationstalent verlangt. Der Laienarbeit wird dabei großer Stellenwert eingeräumt. Die Eigenständigkeit der Helfer ist Pfarrer Ertl wichtig.

Der 55-Jährige sieht seine Hauptaufgabe darin, "den Menschen die Freude am Glauben zu vermitteln und ihnen zu zeigen, dass Gott im Leben wichtig ist."

Jeder ist willkommenUm 8.45 Uhr formiert sich der Kirchenzug beim Tennisplatz. Der Festzug - voran die Naabtaler Musikanten - führt zum Pfarrhaus, um Pfarrer Markus Ertl und seine Familie abzuholen. Den Gottesdienst um 9.30 Uhr gestalten die Kirchenchöre St. Josef und Glaubendorf. Anschließend lädt Pfarrer Ertl zum Mittagessen in die Mehrzweckhalle der Schule ein. Wer keine Essensmarken hat, kann trotzdem kommen. Es gibt auch Bratwürste. Die Frauenbund-Gruppen Oberköblitz und Wernberg bieten ein reichhaltiges Kuchenbuffet mit Kaffee. Gegen 13.30 Uhr folgen Ansprachen. Um 14.30 Uhr treten die Kinder der Kindergärten auf.

Als Geschenk bekommt Pfarrer Ertl ein Messgewand, das von vielen katholischen und weltlichen Vereinen gesponsert wird. Die nicht gedeckten Aufwendungen für das Messgewand teilen sich die Kirchenverwaltungen der Pfarreiengemeinschaft.
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