Neue Friedhofgebühren

Neue Friedhofgebühren passierten ohne Gegenstimme den Marktrat. Ein Familiengrab wird künftig 900 Euro kosten, ein Einzelgrab 600 Euro. Ähnlich hoch sind die Preise für Urnenbestattungen. Bild: Dobler
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Wernberg-Köblitz
17.09.2016
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"Alternativ könnte auch eine Gesamtausschreibung erfolgen, so dass im Wesentlichen nur ein Auftraggeber für den Markt vorhanden ist." Zitat: Bürgermeister Georg Butz zu einer Variante für den Bau der geplanten Mehrfachhalle.

Schon im Juni hat der Marktrat nichtöffentlich die neuen Friedhofs- und Leichenhausgebühren beraten. Jetzt liegen, mit dem Segen des Plenums, die Zahlen auf dem Tisch.

Vor neun Jahren wurde die Gebührensatzung erlassen, nun hat sie der Rat wie folgt einstimmig geändert: Die Grabgebühr beträgt für ein Nutzungsrecht von 15 Jahren pro Grabstätte 900 Euro, wenn es eine Familiengrabstätte ist; etwas günstiger wird es (600 Euro) wenn eine Familiengrabstätte aufgrund der Bodenverhältnisse nur zweifach belegt werden kann. Ein Einzelgrab in einer Reihe kostet 600 Euro, für Kinder 180 Euro - aber nur mit zehnjährigem Benutzungsrecht. Dazu kommen 170 Euro für die Benutzung des Leichenhauses und 20 Euro für die Nutzung der Aufbahrungs-Kühlvitrine. Für einen Urnen-Erdgrabstätte muss man künftig 600 Euro bezahlen, für eine Urnen-Nische 750 Euro.

Weniger Eintracht als bei den Friedhofsgebühren herrschte beim geplanten Neubau einer Mehrfachhalle. "Auf welche Art und Weise soll sie realisiert werden", fragte Bürgermeister Georg Butz und hatte zwei Alternativen parat. Zum einen die "klassische", also die Vergabe der Planungsaufgaben an verschiedene Büros. Die Bauarbeiten würden dann gewerkeweise ausgeschrieben und vergeben. Wie so etwas geht, hat sich der Marktrat bei der Besichtigung einer Halle in Hahnbach angesehen.

Eine Million billiger


"Alternativ könnte auch eine Gesamtausschreibung erfolgen, so dass im Wesentlichen nur ein Auftraggeber für den Markt vorhanden ist." Je nach Vorgabe könnten dabei auch die Planungsleistungen ganz oder teilweise übertragen werden. Der Bürgermeister machte kein Hehl daraus, dass ihm das besser gefallen würde. Denn laut seinem Kenntnisstand würde ein konventioneller Bau 5,5 Millionen Euro plus eine halbe Million Euro für die Ausstattung kosten. "Ein schlüsselfertiger Bau wäre günstiger", urteilte er und sprach davon, dass das Bauen mit einem Generalunternehmer eine Million Euro billiger kommen würde. Wenn Butz damit gerechnet hatte, dass das Kostenargument sofort alle Räte auf seine Seite ziehen würde, sah er sich getäuscht.

Schieder misstrauisch


Marianne Schieder und andere zeigten sich äußerst misstrauisch, ob man sich mit einem schlüsselfertigen Bau nicht mehr Probleme einhandle, als alles wert sei. Gerhard Bäumler meldet sich schließlich und forderte eine Sondersitzung für dieses Thema. Das stieß auf fruchtbaren Boden, so dass das Plenum einstimmig für eine Vertagung und eine Sondersitzung für den Bau der Mehrfachhalle votierte.

Für Windräder


In der letzten Sitzung hat der Marktrat über einen Bebauungsplan "Windkraftanlagen Woppenhof" geredet und einen Aufstellungsbeschluss gefasst. Nach Prüfung durch das Landratsamt zeigte sich, dass ein Windrad nicht da gebaut werden kann, wo es angedacht war. "Der Rotorradius liegt außerhalb der Konzentrationszone", hieß es zur Begründung. Angeblich gibt es vier Firmen, die mit dem Raum Woppenhof liebäugeln, um dort zu bauen.

Alternativ könnte auch eine Gesamtausschreibung erfolgen, so dass im Wesentlichen nur ein Auftraggeber für den Markt vorhanden ist.Bürgermeister Georg Butz zu einer Variante für den Bau der geplanten Mehrfachhalle.
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