OWV kritisiert Sperrung des Felsensteigs
Wanderlust und Blockadefrust

Mit Baumstämmen wurde der Fußweg beidseitig hinauf auf das Felsplateau gesperrt, da das Forstamt die Überzeugung vertritt, dass der Felsensteig in diesem Bereich zu gefährlich sei.
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
29.04.2016
172
0

Wie gefährlich ist der Felsensteig? Die Einschätzung der Forstverwaltung und des OWV Wernberg-Köblitz gehen hier sehr auseinander.

Die Straße, welche von Wernberg-Köblitz nach Pfreimd durch den sogenannten "Wenzl" führt, hat ihre Reize. Der Felsensteig, welcher auf das Felsmassiv über dem Wenzl führt, ist vor allem bergfreudigen Wanderern bekannt. "Das ist einer der schönsten Wanderwege", betonen Paul Neblich und Albert Wildenauer.

In liebevoller Arbeit hat OWV-Wege- und Wanderwart Albert Wildenauer den Felsensteig, ein unmarkierter Wandersteig, der seit mehr als 50 Jahren entlang der B 15 von Wernberg-Köblitz bis Pfreimd führt, instand gesetzt. Es gibt eine Wegebeschreibung, Steinmännchen markieren den Weg. Aber vor geraumer Zeit mussten diese Markierungen und Wegbeschreibungen entfernt werden. Der halbe Weg wurde von der Forstverwaltung gesperrt, da er im Bereich des Felsens zu gefährlich sei. Im Auftrag des Forstes wurde die auf dem Felsplateau aufgestellte Bank abgebaut und der Wanderweg beiderseits des Felsens mit Baumstämmen blockiert.

Eigenen Weg gesucht


Diese Aktion bedauern der zweite OWV-Vorsitzende Paul Neblich sowie Wege- und Wanderwart Albert Wildenauer sehr. Ihrer Meinung nach sei der Wanderweg nicht gefährlicher als manch anderer Weg. Schon vor mehr als 35 Jahren habe der bereits verstorbene Lehrer Ludwig Ott, eine bekannte Persönlichkeit aus Pfreimd, zusammen mit seinen Schulkindern dort oben auf dem Felsen eine Ruhebank errichtet. "Und offensichtlich sind auch viele Wanderer der Meinung, dass der Weg nicht gefährlich ist", meinen die beiden Naturfreunde. Der Felsensteig erfreue sich zunehmender Beliebtheit. Zwischenzeitlich hätten sich die Wanderer bereits um die Baumabsperrung herum ihren eigenen Fußweg gesucht. Nachdem die Wanderer diesen Weg nach wie vor gerne nutzen, hoffen Paul Neblich und Albert Wildenauer, dass die Forstverwaltung ihre Entscheidung noch einmal überdenkt und die gesperrte Wegtrasse wieder freigibt, damit man dann von oben wieder von einer Bank aus ganz offiziell den Rundblick genießen kann.
Weitere Beiträge zu den Themen: Felsensteig (1)OWV Wernberg (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.