Sauberes Wasser für Jahrzehnte

Sauberes Trinkwasser für die nächsten Jahrzehnte liefert das neue Wasserwerk in Kettnitzmühle. Am Samstag wurde es eingeweiht. Bild: bnr
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Wernberg-Köblitz
13.06.2016
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Ein vielgesuchter Gesprächspartner bei der Eröffnung des neuen Wasserwerkes war Wassermeister Georg Zwack (Zweiter von links), der die vielen Fragen der Besucher geduldig beantwortete. Bilder: bnr (2)

Eine wertvolle Investition in die Zukunft konnte der Markt am Samstag seiner Bestimmung übergeben: Das neue Wasserwerk in Kettnitzmühle wurde nach dem neuesten Stand der Technik konzipiert und liefert für Jahrzehnte sauberes Trinkwasser für die 5500 Einwohner.

Pfarrer Markus Ertl und Pfarrer Georg Hartlehnert spendeten dem Bauwerk den kirchlichen Segen. 40 Jahre nach seiner Inbetriebnahme war das Wasserwerk in Kettnitzmühle in die Jahre gekommen. Nur unter großen Anstrengungen konnten die gesetzlichen Vorgaben für sauberes Trinkwasser erreicht werden. Nach eingehender Debatte hat sich der Marktrat für einen Neubau entschieden, was sich bei der schwierigen Bauausführung als der einzig richtige Weg herausstellte.

Neuer Brunnen


Seit 2013 waren die Handwerker am Arbeiten, um eine Verbesserung und gleichmäßige Qualität des Trinkwassers zu erzielen. Das Gesamtpaket der Erneuerung der Trinkwasserversorgung umfasst neben dem Wasserwerk auch noch den Neubau eines Tiefbrunnens und die Sanierung des Hochbehälters auf dem Fischberg. Die ersten Pumpversuche übertrafen mit 40 Litern pro Sekunde die erhoffte Wassermenge deutlich. Die derzeitige Trinkwasserversorgung des Marktes ist mit Brunnen 3a und 4 mit je 40 Litern pro Sekunde für die Zukunft gut aufgestellt.

"Eine ausreichende Trinkwasserversorgung ist aber im wahrsten Sinne lebensnotwendig und deshalb war die Sanierung unumgänglich" unterstrich Bürgermeister Georg Butz bei der Einweihung noch einmal die Entscheidung des Marktrates. Für ihn ist es weiterhin wichtig, dass die Trinkwasserversorgung auch in Zukunft in kommunaler Hand bleibt und nicht durch europäische Großkonzerne geregelt wird.

Die große Bedeutung des Wasserwerkes für die Naabtalgemeinde war auch an der Zahl der Gäste abzulesen. An die Spitze der Gratulanten stellte sich der stellvertretende Landrat Arnold Kimmerl, der die Wasserversorgung als eine Grundaufgabe der Kommunen bezeichnete. Dabei sprach er von einem großen Glück, dass unsere Gegend mit sauberem Wasser gut gesegnet ist. "Diesen Zustand auch in Zukunft zu erhalten ist die wichtigste Aufgabe aller Bürger", so der Landratstellvertreter. Glückwünsche zum gelungenen Bauwerk überbrachten auch die Bürgermeister der Partnergemeinden von Wernberg-Köblitz. Mit einer Delegation von zehn Personen reiste Bürgermeister Franz Zwölbar aus Wernberg in Kärnten an, der eine hochprozentige Wasserprobe aus seiner Heimatgemeinde im Gepäck hatte. Aus der Partnerstadt Bor in Tschechien kam Bürgermeister Starosta Petr Myslivec und überbrachte ebenfalls Glückwünsche seiner Heimatstadt.

Wie ein Oldtimer


Einen Blick auf die zurückliegende Bauzeit von der Planung bis zur Fertigstellung warf Klaus Mitter von Ingenieurbüro Sixt, Heiß und Partner. Er verglich dabei das alte Wasserwerk mit einem über 40 Jahre alten gut gepflegten Oldtimer mit einem modernen spritsparenden Mittelklassewagen. "Es wurden Stoffe und Materialien mit hochwertigen und soliden Qualitäten verbaut, die einen neuen Lebensdauerabschnitt des Wasserwerkes von mindestens 25 bis 30 Jahren sichern. Darüber hinaus wurde stark auf Energieeffizienz und Minimierung der Betriebskosten geachtet", so der Fachmann. Als Herr über das Labyrinth aus Rohren, Pumpen und Filtern wird künftig Wassermeister Georg Zwack über die Versorgung mit sauberen Trinkwasser achten. Sein Team war auch der viel geforderte Ansprechpartner für die zahlreichen Besucher am Nachmittag, die bei einem Rundgang einen Blick auf die Technik werfen konnten.

Zitate",Du musst den Brunnen graben bevor du Durst hast.' Dieser Grundsatz war für den Marktrat Anlass, für eine Erneuerung des Wasserwerkes zu stimmen." (Bürgermeister Georg Butz zitiert ein chinesisches Sprichwort)

"Wir sind guten Mutes, die restlichen Kleinigkeiten noch vor der Inbetriebnahme des Flughafens Berlin erledigt zu bekommen". Bürgermeister Butz zu den kleineren Arbeiten, die noch zu erledigen sind.
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