Tankbetrüger ausgebremst

Der Leiter der Polizeiinspektion Nabburg, Günther Vierl (Mitte) und sein Stellvertreter Stefan Weinberger (rechts) konnten Bürgermeister Georg Butz positivere Zahlen als beim letzten Sicherheitsgespräch präsentieren: Die Straftaten gingen von 330 auf 203 zurück. Bild: hfz
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Wernberg-Köblitz
24.06.2016
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Jahrelang hatten die Tankbetrügereien im Autohof Wernberg in der Statistik der Nabburger Polizeiinspektion die Zahl der Straftaten auf einem hohen Level gehalten. Der neue Pächter installierte im Vorjahr Überwachungskameras. Mit durchschlagendem Erfolg.

Günther Vierl, Leiter der Polizeiinspektion Nabburg, sein Stellvertreter Stefan Weinberger und Bürgermeister Georg Butz freuten sich beim Sicherheitsgespräch im Rathaus sichtlich, dass die Statistik 2015 ganz anders aussieht als 2014: Die Zahl der Straftaten sank von 330 auf 203. Die Aufklärungsquote stieg von 47,88 auf 70,44 Prozent. Die Häufigkeitszahl - das ist die Anzahl der Straftaten auf 1000 Einwohner bezogen - sank vom 59,08 auf 36,37. "Das ist wirklich eine sehr positive Entwicklung", freute sich Erster Polizeihauptkommissar Günther Vierl.

Diebstähle gehen zurück


Es gab im Jahr 2015 einen Fall von Gewaltkriminalität. Im Jahr davor waren es zwei. Ein deutlicher Rückgang ist in der Straßenkriminalität zu beobachten: von 27 auf 18 Fälle. Die Straßendiebstähle reduzierten sich von 14 auf 12. Die Zahl der Diebstähle ging insgesamt beachtlich von 67 auf 43 zurück. An einfachen Diebstählen finden sich in der Statistik 26 Fälle. Im Jahr 2014 waren es noch 45. Die Ladendiebstähle verringerten sich von elf auf einen Fall. Leider gab es zwei schwere Wohnungseinbrüche. Vierl möchte aber mit Blick auf die bundesweit geführte Einbruchsdiskussion in seinem Zuständigkeitsbereich nicht "von einem Riesenproblem reden".

Die Diebstähle aus Kraftfahrzeugen reduzierten sich von neun auf sieben Fälle. 2014 war ein Pkw-Diebstahl zu verzeichnen, 2015 waren es zwei. Die Zahl der angezeigten Fahrraddiebstähle blieb mit zwei Fällen gleich. Erfreulich, dass auch die Sachbeschädigungen zurück gehen: von 24 auf 14 Fälle. 17 Verstöße gegen das Ausländer- und das Asylverfahrensgesetz wurden registriert, eine Steigerung um drei Fälle. Bei den Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz steht im Jahr 2014 die Zahl 20, im Jahr 2015 waren es 18.

Das markanteste in der Statistik ist der Rückgang der Tankbetrügereien im Autohof um 90 Prozent. Laut Günther Vierl werden 99 Prozent der Fälle, die jetzt noch passieren, dank Überwachungskamera aufgeklärt. Der massive Rückgang lässt darauf schließen, dass sich die Überwachung herumgesprochen hat, "was nicht unbedingt auf überörtliche Täter hindeutet", so Vierl.

Eine Schnittstelle


Was die Verstöße gegen das Ausländerrecht anbelangt, zeigt sich, dass viele Fahndungseinheiten den Autohof als Schnittstelle vor der Grenze anfahren. Es gab einen größeren Aufgriff von Flüchtlingen, die dann im Feuerwehrhaus versorgt wurden. In der Statistik finden sich auch sieben Verstöße gegen das Waffengesetz. Das bedeutet nun nicht, "dass sieben Wernberger mit der Waffe rumlaufen", beruhigt Vierl. Vorwiegend bei ausländischen Lkw-Fahrern wurden Waffen sichergestellt, die in Deutschland nicht erlaubt sind: meist Butterfly-Messer und Totschläger.

In der Polizeistatistik für die Marktgemeinde Wernberg-Köblitz ist "Normalität eingekehrt", fasst Vierl zusammen. Mit Ausnahme der beiden Wohnungseinbrüche bezeichnete er die Entwicklung in Wernberg-Köblitz als "durch die Bank positiv".
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