Übergangsfrist endet - Kreisbrandmeister a.D. Willi Duschner spricht bei der Siedlergemeinschaft
Rauchmelder können als Lebensretter dienen

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Wernberg-Köblitz
26.11.2016
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Zu einem Vortrag über Rauchmelder als Lebensretter lud die Siedlergemeinschaft Wernberg-Köblitz in den Landgasthof Burkhard ein. Kreisbrandmeister a.D. Willi Duschner konnte als Referent gewonnen werden.

"Rauchmelder sind Lebensretter", unter dieses Motto stellte Willi Duschner sein Referat. Zu Beginn seines Vortrages ging der Referent auf die Gründe ein, die für die Installation von Rauchmeldern in der Wohnung sprechen. Rauch und giftige Gase lassen Schlafende in tiefe Bewusstlosigkeit fallen, der Mensch hat im Schlaf keinen Geruchssinn, und in vielen Fällen führen Schwellbrände dann auch zum Tod. So sterben in Deutschland jährlich 500 Menschen.

Aus diesem Grund hat der Bayerische Landtag im Jahr 2012 das Gesetz zur Änderung des Artikels 46 Absatz 4 der Bayerischen Bauordnung beschlossen. Dies heißt, dass seit 2013 alle Neubauten nach DIN 14 676 mit Rauchmeldern ausgestattet sein müssen, für bestehende Wohnungen gibt es eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2017. Nach dieser Norm muss in allen Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren mindestens ein Rauchmelder vorhanden sein. In Zimmern, in denen durch den Betrieb von Waschmaschinen oder Wäschetrocknern eine erhöhte Brandgefahr besteht, also Hauswirtschaftsraum oder Keller, sollten Rauchmelder angebracht werden.

Nicht auf Pflicht warten


Duschner zeigte die verschiedenen Arten von Rauchmelder-Typen auf und sprach sich dabei klar für Melder aus, die mit Akku oder Batterie ausgestattet sind, die eine Laufzeit von zehn Jahren garantieren. Diese Melder sind zwar in der Anschaffung etwas teurerer, man braucht aber keine Batterien wechseln. Wichtig ist beim Kauf, dass die Rauchwarnmelder das CE-Prüfzeichen haben oder nach DIN 14 604 geprüft sind. Bei der Installation von Meldern besteht die Möglichkeit von Einzelmeldern; mit vernetzten Rauchwarnmeldern ist im Brandfall ein Hausalarm gegeben.

Zum Schluss des Referats wurde gefragt, wie die rechtliche Sachlage ist, wenn im Brandfall nach dem Stichtag kein Rauchmelder in der Wohnung ist und es zu Personen- oder Sachschäden kommt. Oder was passiert, wenn niemand in der Wohnung ist und die Feuerwehr durch den Nachbarn alarmiert wird, weil ein Rauchmelder ausgelöst hat? Dazu führte der Referent aus, dass laut Bayerischem Feuerwehrgesetz nur ein Kostenersatz durch die Kommune verlangt werden darf, wenn es sich um eine fahrlässige oder grob fahrlässige Alarmierung der Feuerwehr handelt. Ansonsten sind solche Feuerwehreinsätze kostenneutral.

Willi Duschner appellierte an die Zuhörer, die noch keine Rauchwarnanlage im Haus haben, sie baldmöglichst anzubringen und nicht bis ins nächste Jahr zu warten, bis es zur Pflicht wird. Schlussendlich können solche vergleichsweise kostengünstige Geräte im Ernstfall zu Lebensrettern werden.
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