Überraschung für den scheidenden Kreisbrandmeister Willi Duschner
Geburtstag im Feuer-Szenario

Überraschungs und Abschiedsgeschenk: Instruiert von Kommandant Dieter Schweiger übernahm Willi Duschner zum letzten Mal aktiv die Regie.
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
04.05.2016
2392
0
 
200 Rettungskräfte, Angestellte der Burg und Helfer wirkten an der Großübung mit und gratulierten Willi Duschner, der wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst ausscheidet, zum Geburtstag. Im Bild von links Kommandant Dieter Schweiger, Burg-Direktor Sven von Jagemann, Kreisbrandmeister a. D. Willi Duschner, Ehefrau Uschi, Kreisbrandinspektor Johann Gietl, Bürgermeister Georg Butz und stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl. Bilder: wee (2)

Als um 11.05 Uhr der Alarm ausgelöst wurde, saß Kreisbrandmeister a. D. Willi Duschner gerade mit Kreisbrandrat Robert Heinfling und Kreisbrandinspektor Johann Gietl bei einer Tasse Kaffee im Wintergarten. Die Feuerwehrspitze war vorbeigekommen, um Willi Duschner zum 63. Geburtstag zu gratulieren. Dann kam die Überraschung.

Heinfling und Gietl waren nicht zufällig bei Willi Duschner zu Gast. Sie sollten sicherstellen, dass Willi Duschner auch tatsächlich zum Abschluss seiner aktiven Feuerwehrtätigkeit an einer geheim vorbereiteten Großübung auf der Burg Wernberg teilnahm. Dieter Schweiger und einige eingeweihte Feuerwehrkameraden hatten sich dieses ganz besondere und vermutlich auch einmalige Geburtstags- und gleichzeitig Abschiedsgeschenk für den langjährigen Kreisbrandmeister einfallen lassen. Willi Duschner sollte als Kreisbrandmeister noch ein letztes Mal Regie führen bei einer Großübung auf der Burg Wernberg.

Die Überraschung gelang auf ganzer Linie. Zusammen mit Kreisbrandrat Robert Heinfling machte sich Willi Duschner auf den Weg zur Burg - in dem Glauben, dass es sich um einen Fehlalarm handle. Umso überraschter und leicht irritiert war er dann, als ihn auf dem Vorplatz der Burg ein riesiges Übungsszenario erwartete, zu dem sich auch der stellvertretende Landrat Arnold Kimmerl, sowie Bürgermeister Georg Butz eingefunden hatten. Er brauchte ein paar Minuten, um das ganze Geschehen zu realisieren, doch dann gewann die Routine Oberhand. Nach einer Lageeinweisung durch Kommandant Dieter Schweiger griff Willi Duschner wie gewohnt ins Geschehen ein.

47 Jahre aktiv


Die Nachbesprechung im Tagungsgebäude der Burg Wernberg war dann auch gleich die richtige Gelegenheit, um Kreisbrandmeister a. D. Willi Duschner zum 63. Geburtstag zu gratulieren und ihn nach seiner langen Dienstzeit wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem aktiven Feuerwehrdienst zu verabschieden. Am 1. Januar 1969 trat Duschner in die Feuerwehr Wernberg ein. Er legte sämtliche Leistungsabzeichen ab, absolvierte zahlreiche Lehrgänge. Von 1991 bis 1995 war er erster Kommandant der Feuerwehr Wernberg. 1995 übernahm er - bis zum 30. April 2016 - das Amt des Kreisbrandmeisters. Das Rufzeichen "Land 4/4" war über zwei Jahrzehnte fest mit dem Namen von Willi Duschner verbunden. "Wie viele Einsätze er gefahren hat, kann ich nicht sagen, aber Willi war immer der mit den meisten Einsätzen", so Dieter Schweiger. 47 Jahre sei Willi Duschner bei der Feuerwehr Wernberg aktiv und man habe immer auf seine Unterstützung zählen dürfen. Im Namen der Feuerwehr Wernberg dankte er Willi Duschner für sein langjähriges Engagement und überreichte ein antikes Strahlrohr sowie den Übungsplan der Großübung, bei der Willi Duschner letztmalig Regie führte. Blumen gab es für Uschi Duschner.

In der Not beigestanden


Für den Landkreis betonte stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl dass der Kreisbrandmeister 21 Jahre den Menschen in Notsituationen beigestanden habe. Duschner sei aber nicht nur im Ernstfall Ansprechpartner gewesen, sondern habe auch die Kameradschaft gepflegt. Diesen Worten schloss sich Bürgermeister Georg Butz an, verbunden mit dem Dank an alle Teilnehmer dieser Großübung und dem Wunsch, dass man den guten Ausbildungsstand, auf den Willi Duschner in all den Jahren stets bedacht war, auch weiterhin so hoch halte. Für die Landkreisführung strich Kreisbrandinspektor Johann Gietl Duschners tatkräftigen Einsatz in den letzten zwei Jahrzehnten als Kreisbrandmeister heraus. Mit einem Geburtstagsständchen und langanhaltenden Applaus verabschiedeten sich dann die 200 Rettungskräfte.

Willi Duschner war sichtlich gerührt: "Es war heut' fast ein bisschen viel, aber es hat mich sehr gefreut, dass ihr alle gekommen seid und herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren. Ich habe ja schon den 50. und 60. Geburtstag gefeiert, aber sie waren nichts gegen meinen 63. Geburtstag".
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.