Verdienstmedaille in Gold und dem Ehrenteller der Gemeinde verliehen
Menschen, die beherzt zupacken

 
Erwin Hartinger (rechts) erhielt die Goldene Bürgermedaille, Theo Büchner (links) wurde von Bürgermeister Georg Butz mit der Verdienstmedaille in Gold ausgezeichnet.

Bürgermeister Georg Butz hatte dem Anlass entsprechend die Amtskette umgelegt, als er im Fürstensaal der Burg acht Männer und Frauen ins Rampenlicht rückte. Sie haben die Marktgemeinde "wärmer und attraktiver gemacht".

Die Auszeichnungen werden selten vergeben "und erhöhen damit ihren Wert", betonte Butz an diejenigen Wernberg-Köblitzer gewandt, die mit der Bürgermedaille in Gold, der Verdienstmedaille in Gold und dem Ehrenteller der Gemeinde gewürdigt wurden. Das Ambiente war passend gewählt. Der Abend mit Markträten und Ehrengästen - darunter Ehrenbürger Franz Bauer - wurde vom Paukertrio musikalisch gestaltet und das Büfett aus der Sterne-Küche hätte auch eine Medaille verdient gehabt.

Bürgermeister Butz bescheinigte den Geehrten: "Sie praktizieren das, wovon viele andere nur reden: Bürgersinn und Solidarität". Ihr Wirken im Stillen, oder ihre alltägliche Arbeit gehe in unserer lauten Zeit oftmals unter. Doch "wir brauchen Menschen, die Initiativen ergreifen, die sehen, was Not tut, und beherzt zupacken". Das Wort Vorbild "klingt etwas altväterlich", meinte Butz, doch "suchen nicht gerade in einer Zeit großer Umbrüche viele Menschen nach Orientierungen?"

Einer dieser Vorbilder ist Erwin Hartinger, dem Butz die Goldene Bürgermedaille aushändigte. Hinter Erwin Hartinger liegen 40 Jahre Marktratsarbeit. Vom März 1974 bis zum April 2014 war Hartinger als SPD-Mitglied im Marktrat vertreten.

In diese Zeit fiel die Gebietsreform genauso wie die Gründung der Partnerschaft mit Wernberg in Kärnten. Hartinger war bei der Wiedergründung des FC dabei, stets für Hand-und Spanndienste zu haben und auch noch bei der Feuerwehr Wernberg aktiv. Die Feuerwehrhäuser in der Gemeinde und in der Partnergemeinde schmückt ein "Florian" aus seiner Hand. Der Entwurf der Fahne am Burgturm ist ebenfalls Erwin Hartingers Werk.

Die Verdienstmedaille in Gold ging an Theo Büchner, der als früherer Bezirksstellenleiter der "Obag" allen im Ort bekannt ist. 1990 wurde Büchner in das Marktratsgremium gewählt, wo er 24 Jahre "seinen Mann gestanden und mit seiner Stimme das Geschehen im Markt mit bestimmt hat". Auch im Bauausschuss war sein Beitrag wichtig. "Legendär, für alle Insider seine Beiträge bei den Diskussionen, wenn es um Straßenbeleuchtung ging", schmunzelte Georg Butz. In der CSU-Fraktion habe Büchner gerne seinen Fach- und Sachverstand eingebracht. Jahrzehnte ist er als Schriftführer und Geschäftsführer bis heute tätig.
Sie praktizieren Bürgersinn und Solidarität.Bürgermeister Georg Butz


Ehrenteller für verdiente BürgerGusti Blotzki

Die Wernberg-Köblitzerin war stets für ihre fünf Kinder da, engagiert sich aber auch für andere Menschen. 1991 kam sie das erste Mal nach Kenia, nachdem ihr der Hausarzt einen Klimawechsel als Therapie für ihre Rheumakrankheit empfohlen hatte. Seitdem gehen nahezu jedes Jahr Spenden und Hilfsgüter in dieses Land. Gemeinsam mit dem Frauenbund organisiert Gusti Blotzki beständig einen Flohmarkt, strickt, näht und kocht Marmelade ein. Die Einnahmen helfen, in Kenia die größte Not zu lindern.

Georg Bruckner

Ihn bezeichnete Bürgermeister Georg Butz als "stillen, immer zuverlässigen Arbeiter, wenn es um Belange der Allgemeinheit geht". Bei der Umsetzung des Schulwettbewerbs "Wir gestalten unseren Pausenhof" hatte Bruckner die Baustelle fest im Griff. Dieses Geschick erkannte auch der Kindergarten St. Josef. Alles was Georg Bruckner macht, "ist ordentlich erledigt". Die Marktgemeinde spart hierdurch auch Kosten, da die Aufträge nicht von bezahltem Personal ausgeführt werden müssen.

Margarete und Johann Kehrer

Beim Ehepaar Kehrer stieß die Gemeinde immer auf Verständnis, auch dann, wenn sie ein Grundstück benötigte um die Entwicklung der Gemeinde voranzubringen. Gebäudeunterhalt und Blumenschmuck tragen zum hübschen Ortsbild entscheidend bei. Ob beim Unterhalt des Felsenkellers oder der Judas-Thadeus- Kapelle sowie der Renovierung der "Christopherus-Quelle - die Familie Kehrer unterhält und erneuert diese Anlagen - auch zusammen mit dem OWV. Bürgermeister Butz hob das soziale Engagement hervor, sei es bei den früheren Asylbewerbern auf der Burg, oder als Anlaufstation für Durchreisende. Ihr Haus stand immer offen und den "Gestrandeten" wurde Aufenthalt und Hilfe gewährt. In der Zeit des Einzelhandelsgeschäfts wurde ein kostenloser Lieferdienst vorgehalten. Alle Kirchenorgeln der Gemeinde hat Hans Kehrer zum Klingen gebracht und das über mehrere Jahrzehnte.

Dr. Hans-Jürgen Loelgen

Neben seinem Beruf fand der Allgemeinarzt noch Zeit, sich im kulturellen Leben einzubringen. Sein Markenzeichen sind die Leistungen am Klavier und die Präsentation der Lebenswerke bekannter Komponisten bei den Kaminabenden auf Burg Wernberg. In der Kirche betätigt er sich als Organist, beim Bürgerfest unterhält er mit einer Tanzband. Sein medizinisches Wissen stellt er als Kolonnenarzt beim BRK und der Feuerwehr zur Verfügung. Auch nach Aufgabe der Praxis ist Dr. Loelgen als Notarzt und Bereitschaftsarzt tätig.

Franz Neblich

Ob beim Waldverein, beim Kulturforum, in Bereichen der Kirche und auch für die Marktgemeinde, Franz Neblich nimmt sich immer Zeit, wenn er gerufen wird. Bürgermeister Butz nannte exemplarisch die Bilderreise durch die Gemeinde bei der 725-Jahrfeier der Burg. Und der "Entwicklungshelfer" Franz Neblich hat nach seinem Berufsleben mit der Elektrotechnik noch nicht abgeschlossen. Seit 2003 führten ihn 14 Auslandseinsätze für den "Senior Experten Service" an verschiedene Schulen in Äthiopien, Pakistan, Uganda, Indien und Kenia. (cv)
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