Wie die Verbesserungsbeiträge für den Wasserwerk-Neubau ermittelt werden
Transparenz bei den Zahlungen

Vermischtes
Wernberg-Köblitz
07.05.2016
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Zum Neubau des Wasserwerks haben die Grundstücksbesitzer einen Löwenanteil zu leisten. Das Interesse war groß, als bei der Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung Neunaigen-Kemnath im Gasthaus Bierler die Details zur Ermittlung der Geschoss- und Grundstücksflächen für die Verbesserungsbeiträge erklärt wurden.

-Neunaigen. Das vom Wasserzweckverband Neunaigen-Kemnath beauftragte Kommunalberatungs- und Vermessungsbüro Bieramperl und Mühlbauer aus Postau informierte über die Vorgehensweise zur Ermittlung der Verbesserungsbeiträge. Die Grundstücksflächen werden aus dem Grundbuch beziehungsweise aus dem automatisierten Liegenschaftsbuch des Vermessungsamtes entnommen. Die Geschossfläche orientiert sich entsprechend des Satzungsmusters des Bayerischen Innenministeriums aus dem Außenmaßen der Hauptgebäude in allen Geschossen sowie an den Gebäuden oder selbstständigen Gebäudeteilen, die einen Bedarf an der Wasserversorgung haben oder angeschlossen sind. Bei Keller- oder Dachgeschossen (Teilausbau, Teilunterkellerung) sind auch Messungen im Gebäudeinneren erforderlich.

Ab 9. Mai vor Ort


Die Vermessungsarbeiten laufen ab Montag, 9. Mai, täglich von 9 bis 16 Uhr. Die Mitarbeiter des Vermessungsbüros weisen sich aus. Sollte nach mehrmaligen Versuchen niemand anzutreffen sein, wird mit dem Grundstückseigentümer telefonisch ein Termin vereinbart. Die Finanzierung des Wasserwerk-Neubaus - Kostenschätzung 900 000 Euro - erfolgt zu 90 Prozent über Verbesserungsbeiträge und zu 10 Prozent über den Wasserpreis. Die Verbesserungsbeiträge werden zu 75 Prozent auf die Geschos- und zu 25 Prozent auf die Grundstücksflächen verteilt.

Dann Themenwechsel: Der Beschluss auf Ablehnung von 2008 gilt weiterhin für den Antrag, den die Haflingerzüchter und Pferdefreunde Kemnath nun erneut auf Bau einer Ringleitung stellten. Damalige Kostenschätzung: 200 000 Euro.

Verbandsvorsitzender Vitus Bauer erwähnte einen Wasserrohrbruch zwischen Trichenricht und Döswitz, außerdem berichtete er von Beschwerden der Familien Wiesgickl und Reiter über braunes, trübes Wasser. Hier kam man überein, den Zyklus der Rohrleitungsspülung in diesem Abschnitt deutlich zu verkürzen. Auch sind inzwischen die Baumfällarbeiten am neuen Wasserwerk abgeschlossen. Auf Intervention von Verbandsrat Josef Reindl und auf Antrag von Verbandsrat Georg Dobmeier aus Schnaittenbach wurde der Beschluss zur neuen Verbandssatzung mit 8:4-Stimmen zurückgestellt. Hier besteht Diskussionsbedarf über die Wasserversorgung des Zweckverbandes und die Bereitstellung von Wasserentnahmestellen durch die Kommune im Brandfall.

Wasserwirtschafts- und Gesundheitsamt fordern für die Vergabe des neuen Wasserrechts, gültig für 20 bis 30 Jahre, dass das Wasserwerk auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden muss. Das mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro Wolf aus Kemnath/Stadt kam in einer Vorstudie zu dem Ergebnis, dass ein Neubau mit Kosten in Höhe von 900 00 Euro wirtschaftlichsten ist, auch alle weiter eingebrachten Vorschläge zur Kostenminderung wurden nach intensiver Prüfung durch die beteiligte Verwaltung als nicht wirtschaftlich eingestuft.

Termin gesetzt


Für die Elektroplanung kam mit einer Gesamtsumme von 25 69,37 Euro die Firma Reger, Witzlasreuth, zum Zuge. Weiter wurden einstimmig die Leistungsphasen 5 bis 9 (Ausführungsplanung, Ausschreibungen, Objektbetreuung) an das Planungsbüro Wolf vergeben. Hier wurde jedoch angemerkt, dass diese Vergabe zu terminieren sei, da in der Vergangenheit nicht immer termingerecht gearbeitet wurde.

Für die Sicherheitsmaßnahmen im Außenbereich der Hochbehälter Schmalhof, Döswitz sind 10 000 Euro im Haushalt veranschlagt.
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