Wo Rudolf Freiherr von und zu Brenken einst ruhte
Restauriertes Grabdenkmal

Zwar wurde Brenkens Leichnam 1983 in seine Herkunftsregion umgebettet, doch blieb sein monumentales Grabmal aus mächtigem Kreuz, Epitaph, Allianzwappen und säulenbewehrter Einfassung bis heute erhalten. Bild: sef
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Wernberg-Köblitz
17.09.2016
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Beim "Tag des offenen Denkmals" war in Wernberg-Köblitz vor allem das "Brenken-Grab" gefragt. Nach der Begrüßung durch Hermann Meiller vom Kulturforum, der die gelungene Gemeinschaftsaktion lobte, informierte Heimatpfleger Leo Berberich die zahlreichen Besucher über die Geschichte der Burg Wernberg.

Sie gehörte nacheinander den Geschlechtern derer von Paulsdorf, Nothaft, Wispeck, Leuchtenberg, Khevenhüll, Lamberg und Wittelsbach. Zuletzt war sie so marode geworden, dass sie dem Markt Wernberg vergeblich zum Kauf angeboten wurde. Doch ab 1873 übernahmen Offiziere aus preußischem, bayerischem, westfälischem und sächsischem Adel das Regiment.

Der vorletzte Altgediente war Rudolf Freiherr von und zu Brenken, der 1899 in die Bresche sprang. Wie Heimatforscher Josef Eimer ausführte, pflanzte er - angeregt durch den englischen Park im Schloss Erpernburg - auch in Wernberg zahlreiche Laub- und Nadelbäume, von denen viele noch heute in den Himmel ragen. Und inmitten "seiner" Natur wollte der Baron dereinst auch begraben werden.

Nach seinem überraschenden Tod anno 1915 erteilte die Regierung der Oberpfalz eine Ausnahmegenehmigung für eine Familiengrabstätte nahe der Burg. Zwar wurde Brenkens Leichnam 1983 in seine Herkunftsregion umgebettet, doch blieb sein monumentales Grabmal aus mächtigem Kreuz, Epitaph, Allianzwappen und säulenbewehrter Einfassung bis heute erhalten. Erst kürzlich wurde es vorbildlich restauriert, wobei sich der Markt Wernberg-Köblitz und Georg Freiherr von und zu Brenken die Kosten teilten. Für eine neue Bepflanzung sorgte der örtliche Gewerbeverein.

Bis 1992 gehörten Burg, Park und "Brenken-Grab" der gräflichen Familie Schall-Riaucour. Anschließend erwarb sie der Markt Wernberg-Köblitz. Folglich oblag es Bürgermeister Georg Butz, eine Informations-Tafel zu enthüllen. Sie wird in Zukunft Passanten über den Schlossherrn unterrichten. Das Marktoberhaupt dankte allen Beteiligten des Projekts, insbesondere dem Initiator Josef Eimer.

Bei schönstem Sommerwetter spazierten die Gäste anschließend durch den schattigen "Brenken-Park", staunten über den 100 Jahre alten "Tennisplatz" und kehrten zur Burg zurück, wo ihnen Leo Berberich Geschichte und barocke Kostbarkeiten der Kapelle St. Georg erschloss.
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