Woppenhof feiert das "Khannesfest"
Mehr Gäste als Einwohner

Prälat Dr. Peter Beer, Generalvikar der Erzdiözese München und Freising, erteilte den Gläubigen am Altar vor dem Feuerwehrhaus den Segen. Bilder: sl (2)
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Wernberg-Köblitz
27.06.2016
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Dr. Peter Beer ist Generalvikar der Erzdiözese München und Freising. Der Prälat hielt seine Predigt zum "Khannestag" ganz volksverbunden im bayerischen Dialekt.

-Woppenhof. Am Freialtar vor der Kirche feierte er mit Pfarrer Markus Ertl und zahlreichen Gläubigen am Sonntag das Fest des Kirchenpatrons Johannes der Täufer. Der Festprediger ging auf die Geschichte des heiligen Johannes ein: "Ein bisserl g'spinnert, eine imposante Gestalt". Der Generalvikar bezeichnete den Heiligen als Wegbereiter für Gott. Die Menschen sollten Jesus immer wieder in ihren Alltag holen "und wir können versuchen, dabei Menschen zu versöhnen und miteinander beten. Wenn Gott auf uns runter schaut, wird er sich wundern, was sich alles verändert hat." Der Gottesdienst wurde von den "Naabtaler Musikanten" gestaltet. Anna Kiener trug die Lesung und die Fürbitten vor. Nach der Messfeier formierte sich die Prozession zu den Altären. Dem Generalvikar und Pfarrer Ertl folgten die Kommunionkinder, die örtlichen Vereine und Nachbarvereine, kirchliche und politische Vertreter sowie zahlreiche Gläubige. Nach der Dorfprozession sprach Pfarrer Ertl den Dank an alle Helfer aus und übergab seinem ehemaligen Studienkollegen Generalvikar Beer einen Johanniskrug.

28 Meter lange Birke


Im Feststodl stellte Feuerwehrvorsitzender Albert Lindner, auch in seiner Funktion als Mesner und Kirchenpfleger erfreut heraus, das mehr Teilnehmer bei der kirchlichen Zeremonie waren, als der Ort Einwohner hat. Er dankte dem "Khannesbaum"-Spender Josef Messer. Die mit Eichenlaub geschmückte Birke misst 28 Meter. Bevor das Mittagessen im Feststodl serviert wurde, trat der Festprediger ans Mikrofon. Er freue sich "mal aus der Stadt rauszukommen und hier in Woppenhof zu sein." Bürgermeister Georg Butz, der mit vielen Markträten vertreten war, dankte den Woppenhofern für ihre Arbeit "und das saubere Fest, das wie das Dorf ist."

Seit 100 Jahren


Bereits am Freitag waren die Festscheune und der Vorplatz von den vielen Besuchern, die sogar mit einem Bus aus Neusorg kamen, belegt. Nach der Messe segnete Pfarrer Markus Ertl das Johannisfeuer. Am Samstag schmückten die Frauen des Dorfes die Birke, den "Kannesbaum", mit Eichenlaub. Diese Tradition ist schon über 100 Jahre alt.

Mit Stangen hievten die Männer den Baum in die Höhe. Dabei wurden sie ein wenig von Johann Zitzler mit seinem Bulldog unterstützt. Unter dem Kommando von Feuerwehrkommandant Wolfgang Schmauß hatten sie bei dem schwülen Wetter den Baum bald in der Höhe. Am Abend ging, trotz des Gewitterregens, das dreitägige Fest mit der Kapelle "Bayerisch Blech" im Feststodl weiter. Am Sonntag Abend spielten die "Schnarrendorfer Musikanten" auf.
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