IHK-Gremien Schwandorf und Weiden tagen
Burgblick mit Zukunftsmusik

Die Sitzung auf der Burg Wernberg lieferte auch abseits des offiziellen Teils viel Gesprächsstoff für Bernd Fürbringer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Weiden, Manuel Lischka, Geschäftsführer in Schwandorf, Manuel Lorenz, IHK-Verkehrsexperte und Hubert Döpfer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Schwandorf (rechts). Bild: hfz/ Weigl-Wagner
Wirtschaft
Wernberg-Köblitz
19.11.2016
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Die IHK-Gremien Schwandorf und Weiden machen auf der Burg Wernberg viele Gemeinsamkeiten aus. Für eine seit Jahren geforderte Maßnahme ist es höchste Eisenbahn.

Nach der Betriebsbesichtigung von Conrad Electronic trafen sich die Mitglieder der IHK-Gremien Schwandorf und Weiden im Gedankengebäude auf der Burg Wernberg. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Sitzung stand die dringend notwendige Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Regensburg und Hof, die gerade für die zahlreichen Industriebetriebe im IHK-Bezirk wichtig ist.

Das Gedankengebäude sei ein guter Ort, um über den Tag hinauszudenken und Zukunftsprojekte anzusprechen, heißt es in einer Mitteilung. In der gegenseitigen Vorstellung beider Gremien hoben die Vorsitzenden Hubert Döpfer für Schwandorf und Bernd Fürbringer für die Nordoberpfalz wichtige Strukturmerkmale ihrer Regionen hervor. Einig war man sich, dass die derzeit gut laufende Konjunktur mit vollen Auftragsbüchern und rekordverdächtig niedrigen Arbeitslosenzahlen kein Grund zum Ausruhen ist. Vielmehr müsse der Fachkräftemangel und die Bedeutung der dualen Ausbildung noch stärker in den Mittelpunkt der Aktivitäten gerückt werden.

Ein gemeinsames Zukunftsthema sahen die Gremiumsmitglieder in der Intralogistik, also dem Management von Material- und Datenflüssen in Unternehmen. Hier verfügt die mittlere und nördliche Oberpfalz über herausragende Kompetenzen und marktführende Unternehmen. Hier werde man sich künftig gemeinsam engagieren. Erster Meilenstein soll ein Fachsymposium in Schwandorf im kommenden Jahr sein.

Den Schwerpunkt der Diskussion bildete schließlich als weiteres übergreifendes Thema die von der IHK seit Jahren geforderte Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof. Die Argumente haben sich nicht geändert. "Der hohe Industriebesatz der Region, der hohe Exportanteil, der Zugang zu den Seehäfen, die chronische Überlastung der Strecke über Nürnberg-Würzburg-Hannover und die höhere Effizienz der E-Loks gegenüber Dieselloks haben die Politik überzeugt." Im Bundesverkehrswegeplan rangiert das Verkehrsprojekt unter "Vordringlicher Bedarf Engpassbeseitigung".

Das ist zwar die höchste Dringlichkeitsstufe, doch keine Garantie für die Realisierung, so die IHK. Widerstand kann sich gegen eine mögliche Lärmbelästigung regen. Daher fordert die IHK von vorneherein einen hochwertigen Lärmschutz in die Streckenplanung zu integrieren. Vertreter der DB Netz AG und der Obersten Baubehörde im Bayerischen Innenministerium erläuterten hierzu den aktuellen Gesetzes- und Sachstand.
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