Selbsthilfegruppe Behinderte und Nichtbehinderte feiert
Faschingsgaudi „Ozapft is“

Prost aufs "Oktoberfest im Januar". Nicht nur Martina Sötje (vorne links), Vorsitzende der Selbsthilfegruppe Behinderte und Nichtbehinderte, sowie von rechts Wiesaus Bürgermeister Toni Dutz, stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler und Bürgermeister Roland Grillmeier aus Mitterteich waren bester Laune. Bild: wro
Freizeit
Wiesau
28.01.2016
197
0

Volles Haus und beste Stimmung. Die Selbsthilfegruppe Behinderte und Nichtbehinderte versteht es zu feiern. Überschrieben war die Faschingsgaudi mit "Oktoberfest im Januar".

Punkt 17 Uhr öffnete sich die Saaltüre, hereinmarschiert kam ein waschechter Oktoberfestzug, angeführt vom "Taferlbuben" Dr. Alfred Scheidler, flankiert vom Münchner Kindl. Daneben schritten "Hausmeister" und Bürgermeister Toni Dutz sowie dessen Mitterteicher Amtskollege Roland Grillmeier. Sie hatten sich draußen im Foyer gemeinsam mit den Mitwirkenden formiert.

Natürlich durften auch ein Prunkwagen und der berühmte Münchner Dienstmann alias "Engel Aloisius" mit seinem kräftigen "Halleluja" nicht fehlen. Begleitet wurde der Münchner Grantler von einer weiß-blauen "Aloisia". Durch den Abend führte Vorsitzende Martina Sötje; für die musikalische Unterhaltung sorgte Horst Brandl.

Zwei Schläge


Auf der Bühne hatte man ein Fässchen bereitgestellt. Zwei Schläge brauchte Bürgermeister Toni Dutz und dann war "ozapft". "Freibier für alle", freute sich die Vorsitzende und reichte die erste Halbe an die bereits anstehende durstige Menge weiter. Nach und nach leerte sich das Fässchen. Zünftig bayerisch und mit einem Feuerwerk guter Laune startete der Wies'nabend im Fasching, der ein turbulentes Programm bot. Hinter dem großen Vorhang warteten gestandene Burschen vom Männerballett. Mit heißen Rhythmen und Tänzen "rockten" sie die Bühne, tatkräftig unterstützt vom prominenten Mittänzer, zweitem Bürgermeister Fritz Holm. Mit ihrem anschließenden "Bühnenauftritt zum Mitmachen" sorgte die Sportgruppe für den nächsten Knaller. Als Belohnung gab es von der Vorsitzenden Orden und etwas Nervennahrung, Schokolade oder Gummibärchen. Oft blieben die Stühle leer, vor der Bühne herrschte Remmidemmi. Der Saal glich einem Bierzelt. Ungewohnt sprachlos zeigte sich Rathauschef Toni Dutz. Auf die Frage, wieso man ausgerechnet in der Faschingszeit ein Oktoberfest feiere, hatte der gewohnt redegewandte Bürgermeister diesmal keine Antwort parat. Stirnrunzelnd überlegte er und folgerte: Es sei Fasching, da sei das schon erlaubt. Eifrig wurde getanzt. Rollstühle stellten da kein Problem dar. Ob behindert oder nichtbehindert, das war an diesem Abend egal. Die Stimmung erreichte mit den Auftritten der Faschingsgesellschaften Weiß-Blau aus Wiesau und Tursiana aus Tirschenreuth ihren Höhepunkt.

Das schöne Bühnenbild stammte übrigens aus der "Bühnenwerkstatt" der Selbsthilfegruppe. Um die Bewirtung im Saal kümmerten sich die fleißigen Helfer der Jungen Union.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.