Schönhaider stellt in Benediktbeuern aus
Ritterschlag für Pietschmann

Große Ehre für Hans-Günther Pietschmann. Der Wiesauer ist einer der Künstler, der die Gedenkausstellung für Franz Mark im Kloster Bediktbeuern gleich mit fünf Werken bereichert. Bild: Grüner
Kultur
Wiesau
26.08.2016
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Im 100. Todesjahr von Franz Marc und der ersten Ausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg vor 70 Jahren in Benediktbeuern zeigen 13 Künstler wie sie der Meister auch heute noch inspiriert. Hans-Günther Pietschmann aus Schönhaid ist einer von ihnen.

Schönhaid/Benediktbeuern. Noch bis Dienstag, 30. August sind zahlreiche Werke von Franz Marc im Kloster Benediktbeuern ausgestellt. Werke, die dem, im dritten Reich zu den entarteten Künstler zählenden, Maler weltweit berühmt gemacht haben sind da im Kreuzgang aufgehängt. Die "blauen Pferde", die "gelbe Kuh" oder das "arme Land Tirol" sind nur drei davon.

NT-Preisträger


Frühestens auf den zweiten Blick erkennt der Kunstexperte, dass es sich ausnahmslos um Kopien des Meisters handelt, gefertigt von ausgesuchten Künstlern. Einer davon ist Hans-Günther Pietschmann, der 1987 mit dem Förderpreis des Medienhauses, "Der neue Tag" ausgezeichnet worden ist.

Pietschmann ist in seiner jahrzehntelangen Schaffensperiode längst über die engen Landkreis- und Bezirksgrenzen hinaus bekannt. Ein Besessener was Kunst betrifft, der in letzter Zeit auch Pinsel und Farbe mit Glas tauscht und so im dreidimensionalen Bereich Fuß gefasst hat.

Eingeladen dazu wurde Pietschmann von Professor Maria-Anna Bäuml-Rossnagl aus München. Die Schwester von Gabi Eichenseher aus Mühlhof hatte die dortige, von Pietschmann gestaltete Glaskapelle gesehen und war begeistert, erklärt der Künstler, wie er zu der Ehre kam. "Ein Ritterschlag für mich."

Bereits zweite Ausstellung


Hans-Günther Pietschmann reiste mit einer Mappe mit Bildern in Benediktbeuern an. "Normalerweise dauert es drei bis fünf Jahre bis man zum Zug kommt", weiß Pietschmann. Bei mir hieß es, sie stellen nächstes Jahr hier aus." So kam der Wiesauer Künstler zu der Ehre und zeigte 2015 bereits drei Werke mit christlichen Motiven bei einer Ausstellung in Benediktbeuern. Das war praktisch die Eintrittskarte für die diesjährige Jubiläumsausstellung Franz Marc.

Gefordert waren dabei eigentlich Kopien von Werken des Künstlers. Aber Hans-Günther Pietschmann kopiert nicht gerne. Doch was sein muss, muss sein und so entschied er sich für die roten Rehe. Mitten ins Bild platzierte er ein Porträt des Meisters. Das ganze ist 120 mal 80 Zentimeter groß und in Acryl gemalt. Nach der Ausstellung stiftet er das Bild der Gemeinde Benediktbeuren. Das Bild wird dort im Rathaus aufgehängt.

Geschenk für Leo Weber


Bei seiner ersten Vorstellung in Benediktbeuern hat er den Initiator der Ausstellungen, den Professor für Kirchen- und Kunstgeschichte Pater Leo Weber, zigmal fotografiert. Ein besonders gelungenes Foto setzte er in ein ebenso gelungenes Konterfei auf Leinwand um und schenkte es ihm bei der Vernissage zur Franz Marc Präsentation.

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www.Weitere Informationen im Internet:

www.galerie-pietschmann.de/
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