Abreißen oder doch sanieren

So mancher Wiesauer hängt am Bahnhof, von dem der Putz großflächig abfällt. Doch eine Sanierung stellt einen finanziellen Kraftakt dar, bei dem die Gemeinde als Eigentümerin auf großzügige Unterstützung angewiesen wäre. Eine Alternative wäre ein Abriss, um dann ein neues funktionelles, auf den Bedarf abgestelltes Gebäude errichten zu können. Bild: hd
Lokales
Wiesau
22.01.2015
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Wie geht's weiter mit dem Bahnhof? Abreißen und neu bauen oder doch sanieren? Die Antwort sollen die Wiesauer selbst geben. Demnächst startet Bürgermeister Toni Dutz eine Umfrage.

"Wir wollen wissen, wie die Bürger denken - auch mit Hinweis auf die Kosten, die jede Lösung nach sich zieht", erklärt der Bürgermeister. Immerhin würde ein Erhalt des Bahnhofs eine höhere Verschuldung nach sich ziehen, so Dutz. In einer ersten Kostenschätzung war bei einer Sanierung ein Eigenanteil für die Gemeinde Wiesau von 1,4 bis 1,7 Millionen Euro errechnet worden. Dutz: "Da hieß es dann: Stopp!"

Was Dutz freut, ist ein Signal des Landrats. Wolfgang Lippert habe erklärt, er könne sich eine Unterstützung seitens des Landkreises vorstellen, "wenn wir das alte Bahnhofsgebäude abreißen und ein modernes Funktionsgebäude errichten". Darin könnten, so Toni Dutz, auch die Tourismusabteilung des Landratsamtes, die Büros für den öffentlichen Personennahverkehr, RBO und ein Fahrradverleih untergebracht werden. "Das würde auch zu einer Entspannung der Raumsituation im Landratsamt beitragen."

Geschäftsleitender Beamter Albert Mois erklärt: "Wir brauchen eine nachhaltige Nutzung." Bürgermeister Toni Dutz macht im Gespräch mit unserer Zeitung auch klar: "Der Landkreis hat eine Verantwortung für den Bahnhof." Dabei verweist er auch auf die zentrale Lage des Bahnhofs im Landkreis. Vorantreiben will Dutz außerdem eine mögliche Sanierung des Bahnhofsumgriffs. Bereits im August 2013 habe die Gemeinde eine Kaufanfrage für das Bahnhofsgelände gestellt. "Dabei geht's um das ganze Areal zwischen Bahnhofsgebäude und Brücke." Mit Hilfe von Städtebaufördermitteln könnte die Gemeinde die Flächen attraktiver gestalten. Dutz: "Jetzt bewegt sich etwas. Wir haben eine Antwort auf unsere Anfrage bekommen." Wie Thomas Weiß (Sachgebietsleiter im Rathaus) erklärt, werde geprüft: Was liegt an Leitungen im Boden? Welche Lasten, Grunddienstbarkeiten oder Verpflichtungen gibt es?
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