Aus Erinnerung wächst Versöhnung

Ehrungen bei der Bezirksversammlung der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung: Im Bild von links Kaspar Becher (Bezirksleiter Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landrat Wolfgang Lippert, Wiesaus zweiter Bürgermeister Fritz Holm, Michael Nagy (Kreisvorsitzender Schwandorf), Florian Philipp (Bezirksschießwart Großkaliber), BKV-Bezirksvorsitzender Josef Hartinger, Bernhard Graml, Josef Hauer (Kreisvorsitzender Oberviechtach), Anton Hauptmann (Kreisvorsitzender Tirschenreuth). Bild: privat
Lokales
Wiesau
27.03.2015
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Der Appell, die Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge weiter zu unterstützen stand im Mittelpunkt der Bezirksversammlung der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung. Gastgeber bei der Tagung war die Gemeinde Wiesau.

Neben Berichten des BKV-Bezirksvorsitzenden, des Bezirksreservistensprechers und des Bezirksschießsportwartes standen Ehrungen verdienter Mitglieder auf der Tagesordnung. Bezirksvorsitzender Josef Hartinger informierte: "Aktuell hat unser Verband 4081 Mitglieder, die sich auf die Kreisverbände Amberg/Neumarkt (1333 Mitglieder), Oberviechtach (1095), Tirschenreuth (666) und Schwandorf (987) verteilen." Der Bezirksverband habe in den zurückliegenden sechs Jahren einen kleinen Mitgliederrückgang verzeichnen müssen. Der BKV-Landesverband halte seine Mitgliederzahl.

Hartinger erinnerte unter anderem an die Kreisversammlungen in Tirschenreuth und Oberviechtach, die Landeswallfahrt am 3. Mai in Ingolstadt und einen Empfang in München (Sammlung Deutsche Kriegsgräberfürsorge). An der landesweiten Sammlung beteiligen sich Bundeswehr, Traditionsverbände, der BKV, aber auch Schulen. "Die Kameradschaften aus dem Kreisverband Amberg/Neumarkt haben vergangenes Jahr 5430 Euro, die Kameradschaft aus Wackersdorf 1219 Euro gesammelt", berichtete der Bezirksvorsitzende. Er forderte alle auf, nicht müde zu werden, "für diese gute Sache einen Beitrag zu leisten".

Landeswallfahrt

Der Bezirksvorsitzende verwies auch auf einen Vortrag bei der Militärkameradschaft Amberg zum Thema "Die Bundeswehr in Afghanistan und danach?", die BKV-Landeswallfahrt in Schwaben, die Teilnahme am Vereinsjubiläum "90 Jahre Kreisverband Schwandorf" und "140 Jahre Kameradschaft Nordhalben", die BKV-Landesversammlung in Nördlingen, das Vereinsjubiläum "125 Jahre Krieger- und Soldatenkameradschaft Muschenried", die Amberger Soldatenwallfahrt, den Kreis- und Bezirkswettkampf im Western-Club Saltendorf und die Kommandoübergabe der Panzerbrigade 12 in Amberg.

"BKV-Präsident Schiener hatte am 25. Oktober eine Präsidiumssitzung in Wolnzach einberufen." Am Ende seiner Ausführungen dankte Hartinger allen Kameraden und ihren Angehörigen, die sich für die Belange der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaften einsetzen und sich in ihrer Freizeit einbringen.

Kaspar Becher, Bezirksgeschäftsführer des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge betonte: "Indem wir der Toten der Kriege gedenken und um sie trauern, erinnern wir an ihr Opfer. Aus dieser Erinnerung wächst die Bereitschaft zur Versöhnung." Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sorge stellvertretend für die Bundesregierung und das deutsche Volk dafür, "dass unseren Toten der Kriege und der Gewaltherrschaft die nötige Aufmerksamkeit zuteil wird". "Der BKV gehört zu den besonders Engagierten, die an diesem großen Friedenswerk mitgearbeitet haben." In diesem Zusammenhang sagte Becher ein herzliches "Vergelt's Gott" für die Unterstützung und Durchführung der Kriegsgräbersammlung, die vergangenes Jahr 307 359 Euro erbracht habe.

Auszeichnungen

In der Bezirksversammlung standen auch Ehrungen auf dem Programm. Das BKV-Ehrenkreuz in Bronze am Bande erhielt Michael Nagy, die BKV-Ehrennadel in Gold Florian Philipp. Die KSRK Ursensollen bekam eine Anerkennungsplakette.
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