Bahnhof: Wiesau heizt den Reisenden ein

Lokales
Wiesau
20.12.2014
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Zu späterer Stunde steigt die Stimmung. Deshalb beginnt der Wiesauer Weihnachtsmarkt nächstes Jahr erst um 15 Uhr. Glühwein und Leckereien genießen dürfen die Besucher dann bis 21 Uhr.

Die Entscheidung fiel ohne große Diskussion und war einstimmig. Offenbar wollen auch die Wiesauer Markträte gerne eine Stunde länger auf dem Weihnachtsmarkt bleiben. Eingebracht hatte den Antrag Michael Dutz (CSU). Er war es auch, der am Donnerstagabend den Einbau einer Schwelle in der Schulstraße beantragte, um Autos zum langsameren Fahren zu zwingen. Die Verwaltung prüft nun, was solche "Berliner Kissen" kosten und ob ein Einbau möglich ist. Ebenfalls eine Prüfung sagte Bürgermeister Toni Dutz beim Antrag von Lars Saller (CSU) zu. Er empfahl die Einrichtung eines kostenlosen WLAN-Zugangspunkts am Marktplatz. SPD-Fraktionsvorsitzender Georg Wurzer wies auf enorme Lärmbelästigungen am Marktplatz hin.

Angenehm warm

Wären da nicht ein paar Rowdys und Schmutzfinken, hätte die Gemeinde Wiesau die Wartehalle am Bahnhof wohl schon früher geöffnet. Doch langsam wird's frostig am Bahnsteig. Deshalb heizt Wiesau den Reisenden wieder ein und sperrt ab Montag die Wartehalle auf, so ein weiterer Beschluss der Markträte. Ein Warmluftgebläse soll für angenehme Temperaturen sorgen.

Einstimmig billigte der Marktrat eine Kostenbeteiligung von 150 Euro, wenn Wiesauer Vereine oder Verbände bei Veranstaltungen ein neues Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis nutzen. Welche Gesamtkosten "Der mim Board" Wiesau bringt, lässt sich noch nicht abschätzen. Mit einem Zuschuss von 30 Prozent (4500 Euro) unterstützt die Marktgemeinde die rund 15 000 Euro teure Orgelrenovierung in der evangelischen Kirche.

"Wir haben Wiesau wieder ein Stück nach vorne gebracht", zeigte sich Bürgermeister Toni Dutz in seiner Ansprache zum Jahresschluss zufrieden. Es sei gelungen, den Haushalt weiter zu konsolidieren. Eine Stabilisierungshilfe von 800 000 Euro habe es ermöglicht, die Pro-Kopf-Verschuldung erneut zu senken - um 600 Euro auf 1250 Euro.

Neue Heizung

CSU-Fraktionsvorsitzender Fritz Holm erinnerte in der Rückschau an den Abschluss der Kirchplatz-Sanierung und den Beginn der Kanalbauarbeiten in Ketteler- und Martin-Luther-Straße. "Im Pfarrzentrum erfolgte nach mehreren Anläufen in Regensburg der Einbau einer neuen Heizung." Im neuen Jahr und darüber hinaus werde der Bahnhof weiter Kopfzerbrechen bereiten. Holm nannte die Stichworte mehr Lärm nach der Elektrifizierung und Barrierefreiheit. Ein Ärgernis sei der anhaltende Vandalismus im Gemeindegebiet. Für die Freien Wähler ergriff Franz Dürrschmidt das Wort: "Besonders erfreut hat uns, dass es zu einer vernünftigen Lösung mit der Diözese Regensburg gekommen ist und unser Pfarrzentrum in der jetzigen Größe erhalten bleibt." Angesichts von Plänen für eine "Monstertrasse durch den Steinwald" und zur Elektrifizierung der Bahnlinie rief Dürrschmidt dazu auf, hellwach zu sein und für eine lebenswerte Heimat zu kämpfen.

Dank an Verwaltung und Bürgermeister kam von SPD-Fraktionssprecher Georg Wurzer. Auch würdigte er die kollegiale Zusammenarbeit im Marktgemeinderat. Positiv hob er hervor, dass es im zurückliegenden Jahr gelang, Schulden abzubauen.
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