Das "Vaterunser" verstehen

Riesig war der Zuspruch beim Kinderbibeltag in Wiesau. 73 Buben und Mädchen waren im Pfarrheim eifrig bei der Sache. Bild: wro
Lokales
Wiesau
07.11.2015
5
0

Ein bisschen lauter als sonst geht es heute schon zu im Wiesauer Pfarrzentrum. Das sonst meist ältere Publikum ist heute im Grundschulalter anzusiedeln. Und das nicht ohne Grund.

Gabi Schuller, die Leiterin des Kinder-Liturgieteams, bimmelt ein paar Mal mit der kleinen Glocke. Dann wird es langsam still. Es dauert zwar ein wenig, noch ein paar Mal muss sie sich Gehör verschaffen, doch dann sitzen alle gespannt im Kreis herum. Es ist Ferienzeit und daher hat man einen der wenigen freien Tage kurzerhand zum Kinderbibeltag erklärt.

"Das Vaterunser - beten und verstehen" steht auf dem Programm. Pfarrer Max Früchtl und viele Helferinnen des Kinder-Liturgieteams warten darauf, was heute so alles im Pfarrzentrum passiert. 73 Grundschüler aus Wiesau und Fuchsmühl hatten sich zu diesem Bibeltag, dem Tag des "Vaterunsers" angemeldet. Und gleich nach der Begrüßung wurde dieses "Vaterunser" auch gemeinsam gebetet, nein eigentlich gespielt. Der angesprochene "Vater" meldete sich selber und wollte wissen, was man denn sich alles so vorstellt, wenn man "Vaterunser" betet.

Die Antwort war gar nicht einmal so leicht, wie es schien. Allzu sorglos spreche man die bekannten Worte aus. Die Bibeltag-Kinder warteten gespannt auf die Fragen des "Vaters" und noch gespannter auf die Antworten. Eindrucksvoll gestaltete sich das Zwiegespräch und am Ende waren beide sehr zufrieden, der "Vater" und der kleine Beter.

Immer den Daumen hoch, aber auch mit einem mahnenden, roten, Zeigefinger: Ein bunter Handschuh, das sei das Vaterunser. Heiter ging es in die nächste Bibelrunde, denn wie eine Farbpalette, deren Farben beliebig gemischt, immer wieder ein anderes buntes Farbenspiel ergeben sei doch das Gebet, das Jesus seinen Jüngern lehrte.

"Uns hat es toll gefallen. Auch die Geschichte mit den bunten Steinchen am Schluss," gestehen die beiden Freundinnen Lorena und Emma, die extra aus Fuchsmühl nach Wiesau gekommen sind, um mit ihren Freunden dabei zu sein. Eines dieser bunten Steinchen, das die vergangenen und oft verschwendeten Lebensjahre symbolisierte, durften die Kinder als Andenken an den Kinderbibeltag dann auch mit nach Hause nehmen.

Der Kinderbibeltag in Wiesau war ein deutliches Beispiel, wie man einen vermeintlich langweiligen Ferientag kurzweilig und lehrreich gestalten kann. Beim "Kribbeln und Krabbeln" - einem kitzligen Fühl- und Erlebnisspiel - machte sogar der Herr Pfarrer begeistert mit. Den Abschluss des bunten Kinderbibeltages bildet der Familiengottesdienst am Sonntag um 10.30 Uhr in Wiesau.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.