Debatte im Marktrat - Erneuerungen von Ortsstraßen ziehen Ausbaubeiträge nach sich
Heilquelle: Mehrheit für Anerkennung

Landrat Wolfgang Lippert ehrte vor einigen Wochen Kommunalpolitiker, die seit mindestens 18 Jahren als Gemeinderat wirken: aus Wiesau Erich Lang und Thomas Streber. Lang fehlte krankheitsbedingt. Bürgermeister Toni Dutz holte deshalb die Auszeichnung nach und dankte den beiden Kommunalpolitikern für ihr Engagement. Im Bild von links Erich Lang, Bürgermeister Toni Dutz und Thomas Streber. Bild: kro
Lokales
Wiesau
31.01.2015
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Erheblichen Diskussionsbedarf zog im Marktgemeinderat ein Antrag der Brunnenverwaltung König-Otto-Bad nach sich: Anerkennung der "Neuen Otto-Quelle" als Heilquelle.

Das Landratsamt Tirschenreuth hatte die Marktgemeinde Wiesau zu einer Stellungnahme aufgefordert. Bürgermeister Toni Dutz verwies darauf, dass der Name Heilquelle sicherlich förderlich für den Verkauf sei und bat die Markträte dem Antrag zuzustimmen. Franz Dürrschmidt und Manfred Vollath (beide Freie Wähler) hatten jedoch Bedenken wegen des Wasserschutzgebietes. Sie fürchteten Auflagen, die die Anlieger treffen würden. Dutz meinte, dass dies "zwei Paar Stiefel" seien; das eine habe mit dem anderen nichts zu tun.

Nach einer eingehenden Diskussion - teils mit sich wiederholenden Argumenten - gab es bei der Abstimmung ein klares Votum für die Anerkennung als Heilquelle. Nur die Markträte Dürrschmidt und Vollath blieben beim Veto. Einstimmig beschloss der Marktrat, dass sich Wiesau und die weiteren beteiligten Gemeinden der Steinwald-Allianz für das Auswahlverfahren EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) bewerben. Ziele seien Investitionen, Wachstum und mehr Beschäftigung. Von Wiesauer Seite werde dabei vor allem an den Bahnhof und das Umfeld gedacht. Der Bürgermeister informierte auch über die Erhebung von Ausbaubeiträgen bei der Erneuerung oder Verbesserung von Ortsstraßen. Dutz machte klar, dass nach der aktuellen Sachlage Ausgaben bei Verbesserungs- und Ausbaumaßnahmen auf die Anlieger umgelegt werden müssen. Sollten gesetzliche Änderungen eintreten, müsste die Gemeinde entsprechend reagieren.
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