Die Macht des Gebets erkennen

Ehrungen für 25-jährige Mitgliedschaft in der MMC Wiesau: Zentralpräses Thomas Schmid (links) und Obmann Helmut Konrad (rechts) gratulierten Karl Dotzauer und Josef Sertl (Dritter und Zweiter von links) und bedankten sich für die lange Treue. Sie wünschten Gesundheit und weiterhin aktive Teilnahme am Kongregationsleben. Nicht im Bild Silvan Mark aus Schönhaid, der für 50 Jahre Mitgliedschaft eine Auszeichnung erhielt. Bild: si
Lokales
Wiesau
06.11.2014
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75 Jahre Marianische Männercongregation: Kein Verein im üblichen Sinn. Hier haben sich Katholiken zusammengeschlossen, die ihr Leben bewusst nach dem christlichen Glauben ausrichten wollen.

Mit einer Messe und einem Bezirkskonvent feierte die Marianische Männercongregation (MMC) Wiesau ihre Gründung vor 75 Jahren. Im gut besuchten Pfarrsaal erinnerten Festredner und Gratulanten an die Gründungsmotive, die Ziele und Absichten der katholischen Vereinigung.

Kirchenzug

Bereits zum Rosenkranz hatten sich viele geladene Gäste und Gläubige in der Pfarrkirche versammelt, um mit der MMC Wiesau der Gründung vor 75 Jahren zu gedenken. Viele Blicke zog ein stattlicher Kirchenzug auf sich. Auch Monsignore Thomas Schmid, Zentralpräses der MMC Regensburg, zu der die Wiesauer Kongregation gehört, Bezirkspräses Pater Bernhard Schuster von der Prämonstratenser-Abtei Speinshart und Pfarrpräses Max Früchtl zogen mit dem Jubelverein zum Gottesdienst, dessen musikalische Gestaltung der Kirchenchor Wiesau übernahm. In seiner Predigt thematisierte Zentralpräses Thomas Schmid die Flüchtlingsproblematik, ausgelöst durch Kriege in Syrien und Irak. Er stelle dabei die Frage, "wie wir als Christen dazu stehen". Statt die Flüchtlinge als Last zu sehen, empfahl der Prediger, sich zu fragen: "Ist das nicht mein Bruder? Ist das nicht meine Schwester?" Die Stille im Kirchenraum zeugte von der Betroffenheit und Nachdenklichkeit der Zuhörer.

Schutz der Gottesmutter

Beim Konvent im Pfarrzentrum blendete Obmann Helmut Konrad kurz zurück ins Gründungsjahr 1939, "als katholische Männer ganz bewusst diese Marianische Männercongregation gründeten, um sich unter den Schutz der Gottesmutter Maria zu stellen und ein Zeichen zu geben gegen das herrschende national-sozialistische Regime".

Glaubenserfahrung

Zentralpräses Schmid begrüßte bei seinem geistlichen Wort besonders die Jugend. Bei der Gründung der ersten Kongregation im Jahr 1564 in Rom seien es auch junge Leute gewesen, die die Bewegung unterstützten. Innerhalb weniger Jahrzehnte habe die Kongregation drei Millionen Mitglieder gehabt. Der Zentralpräses sprach aber auch die älteren Sodalen an. "Sie sind wichtig, weil Sie für viele Jahre Glaubenserfahrung stehen", sagte Monsignore Schmid mit Nachdruck.

Aus Anlass des Mauerfalls vor 25 Jahren meinte Thomas Schmid: Auf alles seien die Verantwortlichen der DDR damals gefasst gewesen, aber nicht auf Kerzen und Gebet. Er ermunterte damit auch die Sodalen und die übrigen Gläubigen, die Macht des Gebetes nicht zu unterschätzen und es zu pflegen.

Helmut Konrad ehrte gemeinsam mit Zentralpräses Thomas Schmid Karl Dotzauer und Josef Sertl für 25 Jahre Mitgliedschaft in der MMC. Silvan Mark aus Schönhaid gehört bereits 50 Jahre der Marianischen Männercongregation an, war aber beim Jubiläum verhindert.
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