Die Nähe Gottes suchen

Pfarrer Varghese Kanjamala (links) hieß die Wallfahrer der Kolpingsfamilien aus dem Bezirk Tirschenreuth beim Fuchsmühler Vinzentinerkloster willkommen und segnete sie. Bild: wro
Lokales
Wiesau
23.07.2015
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Mitglieder der Kolpingsfamilien Friedenfels, Tirschenreuth, Bärnau, Falkenberg, Waldsassen und Mitterteich pilgerten am Sonntag zur Wallfahrtskirche "Maria Hilf".

Die Kolpingfamilienwallfahrt startete an der Wiesauer Kreuzbergkirche. Ziel der Gläubigen war die Wallfahrtskirche "Maria Hilf" in Fuchsmühl. Betend und singend zogen sie bei schwül-heißem Wetter mit einem mit Blumen geschmückten Kreuz an Tirschnitz vorbei hinauf nach Fuchsmühl.

Martina Mark, die Vorsitzende der Kolpingsfamilien, hatte die Idee, die gemeinsame Wallfahrt zur Muttergottes nach Fuchsmühl aufleben zu lassen. "Es ist heuer das erste Mal, dass wir miteinander nach Fuchsmühl aufbrechen." Pfarrer Varghese Kanjamala empfing die Wallfahrer am Vinzentinerkloster. Gemeinsam mit Kolping-Bezirkspräses Pfarrer Martin Besold aus Erbendorf gestaltete er die Messe in der gut besuchten Fuchsmühler Wallfahrtskirche.

In seiner Festansprache würdigte Martin Besold die Idee der Familienwallfahrt und erinnerte daran, wie wichtig es sei, mit einem Ziel vor Augen zu gehen. Er widmete sich in seiner Wallfahrtsansprache auch dem eigentlichen Sinn des Sonntags: "Ausruhen - innehalten - Stille suchen."

Die Balance finden

Besold: "Die Ausgewogenheit von Arbeit und Ruhe ist eine feine Sache. Viele Versuche, den gewohnten Wochenrhythmus abzuschaffen sind gescheitert." Jesus, so Besold, empfahl schon seinen Jüngern, dass es wichtig sei, einen stillen Ort zu suchen, um dort "heim" zu kommen. "Aber es ist schwierig - gerade in der heutigen Zeit." Der Sonntag sei kein weiterer, lästiger Termin, sondern eine Gelegenheit aufzutanken. "Die Kirche ist die Tankstelle für die Seele, ein kleiner Kurzurlaub in einem stressfreien Raum, der den Menschen für die Arbeit in der kommenden Woche stärken soll."

Den Festgottesdienst umrahmte eindrucksvoll der Kirchenchor "Maria Hilf" unter der Leitung von Heribert Bauer. Es folgte ein gemeinsames Mittagessen der Pilger. Organisatorin Martina Mark sagte im Gespräch mit unserer Zeitung: "Wir bedanken uns bei Pfarrer Varghese Kanjamala für die Gastfreundschaft und hoffen, dass es jedes Jahr mehr werden, die sich uns anschließen."
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