Feier in der Zeit der Stille

Pfarrer Max Früchtl (links) und Bürgermeister Toni Dutz (rechts) gratulierten zum Jubiläum "60 Jahre Auferstehungskirche Wiesau". In der Mitte Pfarrer Martin Schlenk. Bild: si
Lokales
Wiesau
23.12.2014
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"60 Jahre sind mit vielen Erlebnissen und Erinnerungen verbunden", stimmte Pfarrer Martin Schlenk die Gottesdienstbesucher auf das Kirchenjubiläum ein. "Viele Menschen haben in all den Jahren in dieser Kirche neue Kraft geschöpft."

Bei einem Adventsgottesdienst feierte die evangelische Kirchengemeinde "60 Jahre Auferstehungskirche Wiesau". Im Anschluss gab es eine weihnachtliche Einkehr im Gemeindehaus.

"Wir danken Gott für seine große Liebe und Geduld", sagte Pfarrer Martin Schlenk, der verdeutlichte: "Eigentlich ist die Adventszeit, liturgisch betrachtet, eine Zeit der Stille und Buße, in der keine großen Feste gefeiert werden." Die Adventszeit habe sich jedoch in all den Jahren geändert und sei zur Vorweihnachtszeit mutiert. "Deshalb verbinden wir die Dankbarkeit, dass es diese Kirche seit 60 Jahren gibt, mit einem Adventsgottesdienst." Die vielen Kerzen, die gerade in der Adventszeit angezündet werden, "sollen uns daran erinnern, dass das Licht Gottes zu uns kommt". Pfarrer Schlenk: "Mache dich auf und werde Licht - darum geht es in der Adventszeit."

Zu den Ehrengästen der Feier gehörte auch Pfarrer Max Früchtl, der die Glückwünsche der katholischen Christen überbrachte. "Wo ist in Wiesau die evangelische Kirche?", fragte er in seinen Grußworten. Ein Wegweiser an der Umgehungsstraße zeige zur Mitte des Ortes hin, wo eine Kirche hingehöre. Nach dem Krieg habe die Katholische Kirche Grundstücke zur Verfügung gestellt - auch in der Friedensstraße, wo die Auferstehungskirche steht -, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich ein neues Heim zu bauen. "Am 12. Dezember 1954 wurde die Auferstehungskirche geweiht. Ein Datum, das ich mir leicht merken kann, da wir gleich alt sind." Den evangelischen Mitchristen wünschte Pfarrer Früchtl, dass diese Kirche für sie weiterhin ein Ort zur Gottesanbetung sei. Zum Jubiläum überreichte er eine Kerze und eine Geldspende im Namen der Pfarrei St. Michael.
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