Finanzen bei der Bürgerversammlung ein Thema
Mehr Einnahmen, weniger Schulden

Gut besucht war die Bürgerversammlung im Rathaus. Bild: kro
Lokales
Wiesau
06.12.2014
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Dank der Stabilisierungshilfe hat der Markt Wiesau seine Pro-Kopf-Verschuldung in den vergangenen drei Jahren erheblich gesenkt. Darauf hat Bürgermeister Toni Dutz in der Bürgerversammlung im Rathaus hingewiesen. Erfreulich seien ferner die Gewerbesteuereinnahmen, die aktuell für 2014 bei 667 000 Euro liegen. Damit sei das Soll längst erreicht, hieß es.

An Kreisumlage zahle der Markt 1,47 Millionen Euro. Steigend seien auch Wassergebühren, ab dem 1. Januar kommenden Jahres werde 1,92 Euro pro Kubikmeter verlangt. Dafür würden die Abwassergebühren um sechs Cent auf 2,38 Euro pro Kubikmeter gesenkt. In diesem Zusammenhang bezeichnete es Dutz als absolut unlogisch, dass bei weniger Wasserverbrauch die Kosten teurer werden. Derzeit leben im Markt Wiesau 4135 Personen, davon seien 110 Bürger Ausländer.

Thomas Weiß ging in seinem Kurzbericht auf den aktuellen Sachstand des Wiesauer Bahnhofs ein. So soll beim Bahnsteig Barrierefreiheit geschaffen werden. Die Vorplanungen laufen, die Fördermöglichkeiten werden aktuell geprüft. Mitte 2015 soll ein Ergebnis vorliegen.

Ungleich schwieriger gestalte sich das Bahnhofsgebäude und das Umfeld. Hier würden weiterhin Ideen und Konzepte, sowie Fördermöglichkeiten gesammelt. Dies werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Er hoffe nach wie vor auf ein tragfähiges Konzept, bat aber noch um etwas Geduld.

Lärmbelästigung

Peter Exner vom "Forum Bahnlärm, der aus Altenstadt zur dieser Bürgerversammlung angereist war, ging vor allem auf den Güter-Korridor Ost ein, dessen Ausbau schon begonnen habe. Ziel sei eine bessere Anbindung von Skandinavien bis zum Mittelmeer. Dieser Güterverkehr bedeute eine erhebliche Lärmbelastung.

Güterzüge seien bis zu acht Mal lauter aus Personenzüge, und auch wesentlich länger. Eine hohe Lärm- und Erschütterungswelle sei die Folge, die Schallausbreitung sei enorm. Exner, der selbst an einer Bahnlinie wohnt, stellte fest, "Lärm macht krank, es ist ein Verlust an Lebensqualität".

Bis zu 320 Güterzüge

Aktuell fahren rund 80 Güterzüge pro Tag, beim Ausbau dieses Korridors sei ein Anstieg auf bis zu 320 Güterzüge pro Tag zu erwarten. Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Marktredwitz-Regensburg sei für das Vorhaben unabdingbar, dafür sei diese Strecke in den Verkehrswegeplan aufgenommen worden. Exner rechnet mit einer Fertigstellung bis 2021.

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http://www.lautwirds.de
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