Frauen-Union feiert das 50-jährige Bestehen - Festgottesdienst in St. Michael - Vorsitzende ...
Politisch aktiv und sozial engagiert

Eines der Bilder aus dem Chronik-Ordner der Frauen-Union Wiesau. Es entstand beim Jubiläumsabend 2005 und zeigt die zahlreichen geehrten Mitglieder. Vorne links Sofia Seidl - heute 101 Jahre alt. Repro: wro
Lokales
Wiesau
25.07.2015
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Elsa Bächer, erste Vorsitzende der Frauen-Union Wiesau, blättert in einem dicken Aktenordner - prall gefüllt mit Erinnerungsstücken und alten, aber auch neueren Bildern, Zeitungsausschnitten und handschriftlichen Notizen. Bächer und ihre Vorstandskolleginnen Evi Dutz und Hermine Schuller erzählen von erfolgreichen, aber auch arbeitsreichen 50 Jahren Frauen-Union Wiesau.

"Als man damals im Oktober 1965 beschloss, mit 26 Mitgliedern die FU in Wiesau zu gründen, gehörten wir zu den ersten Frauen-Unionen im Bezirk und zur ersten dieser Art im Landkreis", erinnert sich Evi Dutz, Ehefrau von Bürgermeister Toni Dutz. "Die Gründung fand damals noch im alten Pfarrheim statt, kurz darauf wurde dann der Kreisverband Tirschenreuth ins Leben gerufen. Später stellte sich, oft auch auf unsere Initiative hin, prominenter Besuch zahlreicher CSU-Politgrößen in Wiesau ein." Unter anderem waren Emilia Müller, Barbara Stamm und Monika Hohlmeier zu Gast.

Gute Zusammenarbeit

Als FU-Gründungsvorsitzende war Barbara Kuchenreuther sehr aktiv. Ihre Nachfolgerinnen Hedwig Schraml und Irmgard Hegen knüpften nahtlos an. 2005 übernahm Elsa Bächer aus Muckenthal den Vorsitz. Sie freut sich über die gute Zusammenarbeit in der FU. Zu den ältesten Mitgliedern zählt die inzwischen 101-jährige Sofia Seidl, die heute in Tirschenreuth lebt und Gründungsmitglied der Frauen-Union Wiesau ist. Die Frauen-Union ist eine feste Größe im Vereinsleben der Gemeinde Wiesau.

Die 50 Jahre "junge" Wiesauer Frauen-Union war Vorreiter, wenn es galt Neues ins Leben zu rufen. Gerne erinnern sich die CSU-Frauen an die Aktion "Nähmaschinen für Ghana". Hermine Schuller: "Im ganzen Landkreis haben wir mechanische Nähmaschinen gesammelt und dann nach Afrika verschickt." Auch der Nikolaus-Stand anlässlich der ersten Wiesauer Weihnachtsmärkte sei unvergesslich. "Die Leute haben uns das Weihnachtsgebäck förmlich aus der Hand gerissen." Leider sei die Teilnahme an den Wiesauer Weihnachtsmärkten aus organisatorischen Gründen nicht mehr möglich, bedauert Vorsitzende Bächer, "aber wir sind anderweitig, wie etwa beim Wiesauer Bürgerfest vertreten".

Ins Schwärmen kommen die drei FU-Damen, wenn sie an "unsere kulinarische, musikalische Weltreise" denken. Ein echter Publikumsrenner. "Unterstützt wurden wir von den Schülern der Wiesauer Hotelfachschule, die den Abend zu einem Praktikum nutzten und fleißig aufkochten. Zum "Dubai-Abend" mit der Bauchtanzgruppe "Selini" stellte ein Weidener Unternehmen wertvolle Teppiche zur Verfügung. "Die Leute saßen - ohne ihr Wissen - inmitten einer sündhaft teueren Ausstattung und lauschten der Musik." Doch es gibt noch viele weitere schöne Erinnerungs-Mosaiksteinchen, die die Chronik in Erinnerung ruft: "Sing Out"-Konzerte, Ausbuttern mit Humorist Toni Laurer, Maiandachten mit der Gruppe "Wiesawie". 1990 wurde eine Eltern-Kind-Gruppe ins Leben gerufen. Noch heute erhalten alle frisch gebackenen Eltern ein "Willkommensgeschenk" von der Frauen-Union, so Bächer.

Evi Dutz berichtet: "Durch unsere engagierte, ehrliche Arbeit und nicht nur wegen unserer Art sind wir auch anderswo akzeptiert und geschätzt." Auf die Frage, worauf die FU besonders stolz ist, antwortet Elsa Bächer ohne zu zögern: "Wir beschenken seit vielen Jahrzehnten zu Weihnachten behinderte Menschen, wohlwissend dass das nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein sein kann." Nicht unerwähnt lässt Bächer, dass die von Dr. Annemarie Schraml ins Leben gerufene Aktion "Feuerkinder" stets Unterstützung erfahre.
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