Ganz heiß auf die "Hotti"

Über die Ausbildungsmöglichkeiten an der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement informierte sich die Junge Union in Wiesau. Dabei standen auch André Putzlocher (Zweiter von links) und Fördervereinsvorsitzender Toni Dutz (Dritter von links) Rede und Antwort. Bild: hwk
Lokales
Wiesau
29.12.2014
0
0

Eine Ausbildung in einer der "schönsten Branchen der Welt" und zugleich ein Studium - das duale System der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement ist sehr erfolgreich. Und zwar so, dass es mittlerweile kopiert wird.

Seit ihrer Gründung vor fast zehn Jahren ist die Schule für Hotel- und Tourismusmanagement nicht mehr weg zu denken. Eine Abordnung der Jungen Union besuchte die Einrichtung, um sich zusammen mit dem Fördervereinsvorsitzenden Toni Dutz und Oberstudienrat André Putzlocher über die aktuelle Situation auszutauschen.

In einer umfangreichen Präsentation ging Putzlocher auf die Entwicklung der "Hotti" ein, wie sie bei vielen in der Region genannt wird. Sie führt leistungsstarke junge Leute ab dem mittleren Schulabschluss zu einer Doppelqualifikation, wie sie fast einmalig in Bayern ist. In drei Jahren inklusive mindestens 20 Wochen Praktika wird der Berufsabschluss staatlich geprüfter Assistent für Hotel- und Tourismusmanagement und gleichzeitig die Fachhochschulreife erreicht. Damit ergibt sich die Chance, in nur einem zusätzlichen Jahr auf den Abschluss der Fachoberschule einen kompletten, anspruchsvollen Beruf draufzusetzen.

Die Absolventen sind somit für alle mittleren Managementaufgaben in gastgewerblichen und touristischen Betrieben geeignet. Mit den Fremdsprachen Englisch, Spanisch, Tschechisch und Französisch werden die Schüler für die internationale Branche fit gemacht.

Bis zu 52 Schüler in zwei Klassen werden pro Jahrgang aufgenommen. Vorausgesetzt werden ein guter mittlerer Schulabschluss und Interesse an einer der schönsten Branchen der Welt. Seit diesem Jahr hat die Schule mit der "Diploma", einer privaten und staatlich anerkannten Hochschule aus Hessen, einen Kooperationsvertrag geschlossen. "Die Tourismusschule Wiesau wird somit auch Studienzentrum für Tourismuswirtschaft", so André Putzlocher. Das Wiesauer Konzept sei mittlerweile so erfolgreich, dass bereits sieben weitere, zur Hälfte private und damit gebührenpflichtige Schulen in Bayern das Modell anbieten.

Fördervereinsvorsitzender Toni Dutz wünschte sich, dass die acht bayerischen Berufsfachschulen für Hotel- und Tourismusmanagement besonders mit Blick auf die Doppelqualifikation mit allgemeinbildendem und beruflichem Abschluss bei den Informationsangeboten für Ausbildungssuchende und deren Eltern stärker berücksichtigt werden.

Ein weiteres Thema, das Dutz auf den Nägeln brannte, waren Auslandspraktika. Die Schüler in Wiesau müssten auch zukünftig dazu die Möglichkeit haben. Dies stehe momentan aber auf dem Prüfstand. Dutz erklärte, dass dies weiter im Verantwortungsbereich der Schule bleiben müsse. Vor allem die internationale Erfahrung sei in diesem Beruf von Grund auf gefragt. Schon bisher habe der Förderverein Ausbildung und die Praktika der Schüler mit über 150 000 EUR unterstützt. "Dieses Engagement ist weiterhin notwendig." JU-Kreisvorsitzender Bernhard Söllner zeigte sich zusammen mit den weiteren Gästen sehr erfreut über das hohe Ausbildungsniveau. "Wir im Landkreis können überaus Stolz sein auf so eine fast einzigartige Bildungseinrichtung." In den Bereichen Hotel, Gastronomie und Tourismus bestehe in der Region noch viel Potenzial. "Da ist es sehr gut, wenn man kompetente Ansprechpartner vor Ort hat." Söllner lobte auch das Engagement der Schüler, die zum Teil aus allen Bundesländern nach Wiesau kommen.

JU-Bezirksvorsitzender Christian Doleschal war ebenfalls der Meinung, dass die Region touristisch besser vermarktet werden könnte. Deshalb sei es sehr erfreulich wenn sich die "Hotti" hier vor Ort mit einbringen könnte.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.