Gutes Jahr für Landwirtschaft

1773 Mitglieder zählt der Maschinen- und Betriebshilfsring. Viele von ihnen kamen zur Versammlung ins Pfarrzentrum nach Wiesau.
Lokales
Wiesau
19.03.2015
1
0

Der Maschinenring ist mit über elf Millionen Euro Jahresumsatz gut im Geschäft. So gut, dass ihm bald die Arbeitskräfte ausgehen.

"Ja, wir blicken mit Freude auf die Erfolge von 2014 zurück", sagte Hans Enslein bei der Mitgliederversammlung im Pfarrzentrum. Der Vorsitzende des Maschinen- und Betriebshilfsrings bezifferte die Mitgliederzahl mit 1773 Personen. Beschäftigt sind im Unternehmen 77 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer: "Wir können jederzeit kundige Hilfe anbieten."

Ensleins Bilanz fiel insgesamt sehr positiv aus. "2014 war ein gutes Jahr für die Landwirtschaft, viele konnten Rekorderträge erwirtschaften." Der Vorsitzende ging kurz auf die Milchquote ein, die zum 1. April wegfallen wird, und hoffte auf endlich wieder steigende Preise. Zuversichtlich stimme die Tatsache, dass die Bauern viele neue Ställe gebaut hätten. Abschließend bat er um weiteren Zusammenhalt der Berufsgruppe. Gerade der Maschinenring sei dafür der richtige Partner, mit viel Technik Effizienz zu erreichen.

Wiesaus zweiter Bürgermeister Fritz Holm dankte dem Maschinenring, der nicht nur die Landwirte, sondern auch die Städte und Gemeinden unterstütze. "Mit Ihrer Arbeit tragen Sie dazu bei, dass der ländliche Raum lebendig bleibt." Leitender Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Wenisch wusste, dass der Maschinen- und Betriebshilfsring viele Nöte in der Landwirtschaft auffängt.

Bauernverbands-Kreisobmann Ely Eibisch betonte, dass der Maschinenring aus der täglichen Arbeit nicht wegzudenken und ein Selbstläufer geworden sei. Eibisch warb für den BBV als "wichtigsten Vertreter unseres Berufsstandes" und forderte ein enges Zusammenarbeiten zwischen Maschinenring und Landwirten: "Nur gemeinsam sind wie stark". Geschäftsführerin Marion Höcht bezifferte den Gesamtumsatz auf 11,1 Millionen Euro. Insgesamt wurden mehr als 90 000 Einsatzstunden in der Betriebs- und Haushaltshilfe geleistet. Bei den sozialen Diensten kamen über 22 000 Stunden und bei den wirtschaftlichen Einsätzen über 68 000 Stunden zusammen.

Erfreulich sei die Gesamtzahl von 280 konkreten Einsätzen. "Wir konnten mit unseren Fachkräften alle Fälle abdecken", freute sich die Sprecherin. Immer mehr zu einer Herausforderung werde die Betriebshilfe, auch weil dem Maschinenring allmählich die Fachkräfte ausgehen. Marion Höcht will deshalb Helfer außerhalb der Landwirtschaft generieren.

Ein großes Standbein sind die Dienstleitungen des Maschinenrings: "Hier profitieren wir von unseren aufgebauten Netzwerken", sagte die Geschäftsführerin. Bei den Dienstleistungen steigerte sich der Umsatz um mehr als 20 Prozent auf 8,5 Millionen Euro. Gerne berate der Maschinenring die Landwirte, sei es bei Abrechnungen, beim Mahnwesen, oder beim Optimieren von Arbeitsabläufen.

Den Gesamtumsatz des Maschinen- und Betriebshilfsring bezifferte sie auf 11,1 Millionen Euro, das Vorjahresergebnis konnte erneut gesteigert werden. "Ja, wir werden als Dienstleister und Arbeitgeber wahrgenommen", freute sich Marion Höcht und dankte ihren Mitarbeitern: "Für das herausragende Ergebnis ist unser Team verantwortlich. Nur mit einem gemeinsamen ,Wir' meistern wir die Zukunft."
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.