Harvard für Rollladenbauer

23 Absolventen und eine Absolventin verabschiedete die Berufsschule Wiesau als hervorragend ausgebildete Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker. Darüber freuten sich die Lehrer, Unternehmen, die Spitzen des Berufsverbandes sowie (von rechts) Bürgermeister Toni Dutz und Landrat Wolfgang Lippert. Bild: jr
Lokales
Wiesau
22.07.2015
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Das Handwerk braucht gut ausgebildete junge Leute, die Berufsschule Wiesau liefert sie. Die 24 Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker, die jetzt freigesprochen wurden, sind gefragte Kräfte.

Wiesau. (jr) Wie länderübergreifend das Berufliche Schulzentrum Wiesau mittlerweile aufgestellt ist, verdeutlicht die Tatsache, dass die Absolventen aus sechs Bundesländern stammen. Musikalisch wurde die Abschlussfeier für die Gesellen von Lea Dietl (Gesang) und Jakob Schröder (Klavier) von der Kreismusikschule umrahmt.

Oberstudienrat Uwe Heider freute sich, dass zur Freisprechungsfeier auch Vertreter des Präsidiums des Verbandes für Rollladen- und Sonnenschutz gekommen waren. Mit dabei waren die Ausbildungsfirmen, Eltern und Partner der Absolventen. Oberstudiendirektor Dr. Wolfgang Eckstein nannte es eine wahre Freude, junge Menschen aus der Ausbildung ins Berufsleben entlassen zu dürfen. Er bescheinigte allen 24 Absolventen gute Leistungen, die sie befähigen, ihren Mann oder ihre Frau im Berufsleben zu stehen.

Dem Landkreis Tirschenreuth, der als Sachaufwandsträger für eine immer optimale Ausstattung der Schule sorge, dankte er. "Nur so können wir das hohe Ausbildungsniveau auch halten." Die Absolventen bat er, draußen im Leben für den Berufsschulstandort Wiesau zu werben. "Seien Sie unsere Botschafter, ich zähle auf euch!" Reinhard Abletshauser, Vizepräsident des Verbandes, freute sich über einen gut ausgebildeten Nachwuchs, "der einmal unsere Firmen und den Verband prägen wird". Von der Wiesauer Schule sprach er anerkennend als der "Rollladen-Harvard". Der Tag der Freisprechungsfeier sei ein wesentlicher Einschnitt im Leben junger Handwerker. "Sie werden jetzt beweisen müssen, dass Sie Ihr Handwerk gut gelernt haben. Zeigen Sie ihr Können, machen Sie den Meister, bilden Sie sich fort." Der Beruf sei zukunftsfähig, vielseitig und abwechslungsreich. Ausdrücklich bat er die jungen Gesellen um die Gründung einer eigenen Familie, um wichtige Werte weitergeben zu können.

Landrat Wolfgang Lippert war überzeugt, dass die Absolventen vor einer guten beruflichen Entwicklung stehen: "Rollläden, Jalousien und Markisen werden immer gebraucht." Stark beeindruckt zeigte sich der Landrat von den Gesellenstücken, die in der Dreifachturnhalle ausgestellt waren. "Ihr Beruf hat Zukunft", sagte Lippert und erinnerte daran, dass der Landkreis viel in der Berufsschulstandort Wiesau investiert.

"Ich bin stolz auf unsere Schule und den Fachsprengel, der seit 35 Jahren in Wiesau unterrichtet wird", sagte Bürgermeister Toni Dutz. "Wenn ich höre ,Rollladen-Harvard', da geht mir das Herz auf." Die Absolventen bat er, sich für das Gemeinwohl einzubringen. Innungsobermeister Georg Braun gratulierte ebenso, dankte den Ausbildungsfirmen, Eltern und Absolventen.
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