Interesse an Kombi-Variante

Zum Schuljahr 2016/2017 soll duales Studieren am Berufsschulzentrum möglich sein. Die Einzelheiten sind jetzt in Expertengesprächen erläutert worden. Mit dabei waren (erste Reihe, von rechts) die Zukunftscoaches Wolfgang Prebeck und Andreas Büttner, Landrat Wolfgang Lippert, Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein und Walter Schütz (Regierung der Oberpfalz). Bild: jr
Lokales
Wiesau
17.10.2014
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Mögliche Fachrichtungen sind Informatik, Betriebswirtschaft, Elektro, Metall, Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen, Bau und Pflege: Am Berufsschulzentrum Wiesau könnte zum Schuljahr 2016/17 ein duales Verbund-Studium möglich sein.

Bei einem Expertengespräch sind Einzelheiten erläutert worden. Organisiert hatten das Treffen Studienrat Andreas Büttner und Oberstudienrat Wolfgang Prebeck. Landrat Wolfgang Lippert sieht mit dem Projekt eine Möglichkeit, die Abwanderung junger Menschen aus der Region stoppen. Jetzt folgen weitere Gespräche mit den Hochschulen der Region. Ziel ist ein Kooperationsvertrag.

Nach viereinhalb Jahren

Einig waren sich die Gesprächspartner, dass sich immer mehr junge Menschen für die Kombi-Variante interessieren. Der Ausbildung folgt das Studium; nach viereinhalb Jahren schließen die Teilnehmer mit einem Bachelor und einem Facharbeiterbrief/Gesellenbrief ab. Synergieeffekte verkürzen die Ausbildungszeit in der Berufsschule. In Block-Klassen werden die praktischen und theoretischen Grundlagen des Ausbildungsberufes vermittelt.

Ähnliche Modelle in anderen Regierungsbezirken hätten sich bewährt, waren sich die Gesprächspartner einig. In der dualen beruflichen Ausbildung über ein Jahr würden die Studenten in betriebliche Abläufe integriert; daneben ist in dieser Phase der Besuch der Berufsschule vorgesehen. Das anschließende Studium endet im siebten Semester mit der Bachelorarbeit im Betrieb.

Die Technischen Hochschulen erstellen einen zeitlichen Ablaufplan des Studiums. Industrie- und Handelskammern wie Handwerkskammern genehmigen die Ausbildungsverträge und beraten die Unternehmen bei der Gestaltung der Ausbildungs- und Arbeitsverträge. Ebenso unterstützen sie die Auszubildenden bei den Prüfungsterminen. Die Regierung der Oberpfalz genehmigt an gewissen Berufsschulstandorten spezielle "Dual-Klassen" und stellt Lehrkräfte zur Verfügung. Die Berufsschulen organisieren Blockmodelle für den Ausbildungszeitraum und die dazu gehörenden, konkreten Unterrichtsinhalte und sie bereiten die Schüler auf die Prüfung vor. Der Sachaufwandsträger stellt die Räumlichkeiten und die Logistik vor Ort. Betriebe und Unternehmen bieten die dazugehörenden Arbeits- und Ausbildungsplätze an.
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