Landschaftspfleger im Ehrenamt

Voll besetzt war das Wiesauer Pfarrzentrum beim Landfrauentag, den der Landfrauenchor unter der Leitung von Friedrich Söllner eröffnete. Bilder: jr (2)
Lokales
Wiesau
17.03.2015
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Es war wie alle Jahre: Das Pfarrheim platzte aus allen Nähten, die 250 Besucherinnen erlebten einen unterhaltsamen Nachmittag und hörten, welch Wertschätzung sie sich erfreuen. Das wiederum freute die Landfrauen.

Als Zeichen der Verbundenheit wertete Kreisbäuerin Christa Söllner das volle Haus. "Wir Landwirte erzeugen hochwertige Lebensmittel und pflegen gleichzeitig die Landschaft. Wir sind die eigentlichen Landschaftspfleger im Ehrenamt." Landratsvertreter Roland Grillmeier lobte die schöne Gemeinschaft. Ohne eine funktionierende Landwirtschaft hätte der Landkreis kaum eine Zukunft. "Wir wissen schon, was wir an Ihnen haben." Leben auf dem Land und in den Dörfern müsse lebenswert bleiben.

Das sah auch Bürgermeister Toni Dutz so. Ohne die ehrenamtlich Tätigen wäre unser Land ärmer. Dies gelte besonders auch für die Landwirtschaft. "Was hier geleistet wird, ist mit Geld nicht zu bezahlen." Leitender Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Wenisch sprach von hoch qualifizierten Arbeitsplätzen. "Landwirtschaft hat Zukunft", zeigte sich der Sprecher überzeugt, nicht ohne auf die Belastung hinzuweisen.

Während eine Bäuerin im Jahr rund 3900 Stunden arbeite, seien es bei "normalen Arbeitern" nur rund 1700 Stunden. "Eine Bäuerin deckt in Personalunion zwei Arbeitsplätze ab." Bezirksbäuerin Stilla Klein warb für das Ehrenamt. "Das ist nicht nur Bürde, sondern auch Würde."

Gemeindeberaterin Hedwig Beier sie erlebt in ihrer Arbeit immer wieder die Suche und die Sehnsucht der Menschen. "Sie haben oft unerfüllte Bedürfnisse und erleben Enttäuschungen. Dabei sei es doch so wichtig, dass der Mensch mit sich im Reinen, alles im Lot sei. "Zu einem intensiven, glücklichen und sinnvollen Leben gehört die gute Selbstsorge." Dazu zählte die Referentin ausreichend Schlaf sowie eine gesunde und maßvolle Ernährung. "Der Mensch ist ein Beziehungswesen, er braucht gute, stabile und ehrliche Beziehungen, und zwar ein Leben lang." Freilich lasse sich die Fülle des Lebens oftmals nicht bequem erreichen. Beim Bewältigen von Herausforderungen blieben Konflikte nicht aus. Wer sich den Aufgaben stelle, wachse auch daran. "Glück ist deshalb mehr als Wellness und Wohlfühlen." Abschließend stellte Beatrix Kempf ihre Aktion "Stiftland-Sternenkinder" vor. Unterstützung finden hier Familien von unheilbar erkrankten Kindern.
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