Nach Notruf hilflos am Boden

Von diesem zerstörten Sitzmöbel ging der Brand offenbar aus. Die Kripo ermittelt.
Lokales
Wiesau
08.11.2015
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Es war eine heiße Nacht für die Feuerwehren. Mit über 50 Aktiven eilten sie am späten Freitagabend einer Frau zu Hilfe, die einen Wohnungsbrand in der Marktstraße gemeldet hatte.

Die Atemschutzgeräteträger, die sich gewaltsam Zugang zur Wohnung verschaffen mussten, fanden die Frau auf dem Boden liegend vor und retteten sie ins Freie. Mit einer Rauchgasvergiftung musste sie ins Krankenhaus. Die Brandursache ist noch nicht geklärt, die Kripo ermittelt.

Die Feuerwehr Wiesau war am Freitag bereits bei einem anderen Einsatz gefragt. Auf der Autobahn A 93 gab es nach einem Motorschaden eine 300 Meter lange Ölspur zu beseitigen, als die Helfer kurz nach 23 Uhr erneut alarmiert wurden. Gemeldet war ein Zimmerbrand mit einer Person in Gefahr. Deshalb rückten zur Unterstützung auch die Feuerwehren Mitterteich, Falkenberg, Fuchsmühl, Schönhaid-Leugas und Voitenthan an.

Eine 41-jährige Bewohnerin im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses hatte den Brand der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz noch selbst gemeldet. Öffnen konnte sie ihren Helfern offenbar nicht mehr. Kräfte der Feuerwehr brachen gewaltsam die Haus- und Wohnungstüre auf und brachten die Frau ins Freie. Ausgangspunkt des Feuers war offenbar ein Sessel, den die Feuerwehr ablöschte und nach draußen transportierte. Neben dem zerstörten Sitzmöbel entstanden Rußschäden in der Wohnung. Den Gesamtschaden gibt die Polizei mit 7000 Euro an.

Als die Frau ihren Notruf absetzte, waren die beiden anderen Hausbewohner nicht daheim. Das stellte die Feuerwehr fest, nachdem sie teilweise die Türen aufgebrochen und die Wohnungen nach weiteren Personen durchsucht hatten. Auf der Suche nach der Brandursache hat die Kripo Weiden die Ermittlungen aufgenommen. Für die Wiesauer Feuerwehrleute, die am Samstagmorgen den Brandort als letzte verließen, war der Einsatz gegen 1 Uhr beendet.
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