Nicht nur der Fuhrpark ist top ausgestattet, auch die Unternehmensbilanz kann sich sehen lassen
Mit der Eska gut unterwegs

Eska-Geschäftsführer Hans Prucker (rechts) und Fahrer Werner Hederer präsentieren den neuesten Bus, der erst vor wenigen Wochen im Fuhrpark an der Mitterteicher Straße angekommen ist. Ein baugleicher Bus ist im Investitionsplan für 2015 vorgesehen und ersetzt wahrscheinlich im Sommer ein älteres Fahrzeug. Bild: as
Lokales
Wiesau
21.10.2014
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Das landkreiseigene Busunternehmen schreibt wieder schwarze Zahlen. Nach drei eher mageren Jahren mit Verlusten verzeichnet die Eska einen ordentlichen Jahresgewinn - und kann weiter in den Fuhrpark investieren.

Mit einem Gedenken an Hans Schraml begann die Sitzung des Kreisausschusses im Wiesauer Rathaus am Kirchweih-Montag. Der frühere Waldsassener Bürgermeister, der am Samstag zu Grabe getragen worden ist, war viele Jahre auch stellvertretender Landrat.

Danach ging es um den Geschäftsbericht der Eska Stiftland-Kraftverkehr GmbH. "Nach einem Fehlbetrag von 60 000 Euro im Vorjahr gab es 2013 fast 100 000 Euro Überschuss", freute sich Landrat Wolfgang Lippert. Der Gewinnvortrag erhöht sich dadurch auf rund 332 500 Euro. 30 000 Euro sollen in die Tilgung des Gesellschafterdarlehens (derzeit 360 000 Euro) fließen.

"Das ist ein sehr gutes Ergebnis", kommentierte Eska-Geschäftsführer Hans Prucker. "Wir schreiben endlich wieder schwarze Zahlen." Dabei sah Prucker das Unternehmen in der jüngsten Vergangenheit wegen unvorhergesehener Reparaturen und Unfälle auch etwas vom Pech verfolgt. "Wir sind diesmal von größeren Schäden verschont geblieben", freute er sich auch über gesunkene Kraftstoffpreise. "Insgesamt haben wir gegenüber dem Vorjahr rund 80 000 Euro eingespart."

Zum Überschuss trugen rund 50 000 Euro aus dem Verkauf alter Fahrzeuge bei. Außerdem machte sich der Pendelverkehr bei der Tirschenreuther Gartenschau mit 16 000 Euro positiv bemerkbar. Die Erlöse im Linienverkehr stiegen um 9,6 Prozent, rechnete der Geschäftsführer vor. Wesentlichen Anteil daran hatten die Tariferhöhung zum Jahresbeginn 2013 und steigende Fahrgastzahlen.

Den Gelegenheitsverkehr - also Ausflugs-und Sonderfahrten - habe man auf eine vernünftige Basis gestellt: "Durch das erhöhte Preisgefüge ist zwar der eine oder andere Kunde abgesprungen, aber jetzt arbeiten wir mindestens kostendeckend", erläuterte Hans Prucker. In seinem Ausblick auf 2014 rechnete er insgesamt mit einem nicht ganz so guten Ergebnis wie 2013, aber mit einer wiederum deutlich schwarzen Zahl für die Eska.

Auch den Investitionsplan des Verkehrsunternehmens in Höhe von 392 000 Euro genehmigte der Kreisausschuss einstimmig. "Der Fuhrpark ist top ausgestattet, die Eska fährt sehr sichere Busse", betonte Landrat Lippert das Bemühen, immer wieder neue Fahrzeuge anzuschaffen. So soll 2015 als größte Investition ein moderner Linienbus in Niederflur-Bauweise abgeschafft werden. Das 259 000 Euro (netto) teure Gefährt soll einen fast 20 Jahre alten Bus mit knapp 700 000 Kilometern auf dem Tacho ablösen. Dafür gibt es laut Hans Prucker den staatlichen Förderhöchstsatz von 75 000 Euro.

Ein zusätzlicher gebrauchter Kleinbus, Kostenpunkt 35 000 Euro, stockt die Eska-Flotte im nächsten Jahr auf: "Wir versuchen, durch kleinere Fahrzeuge weiter Kosten zu sparen", sagte der Geschäftsführer im Kreisausschuss. "Teilweise haben wir nur noch zwei oder drei Schüler in den einzelnen Dörfern, da wäre die Beförderung mit großen Bussen absoluter Unsinn."
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