Politik auch Frauensache

Die Arbeitswelt hat sich nach der Familie zu richten - nicht umgekehrt.
Lokales
Wiesau
04.08.2015
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"Politik ist eine viel zu ernste Sache. Die dürfen wir nicht nur den Männern überlassen", stellte Barbara Stamm klar. Die Landtagspräsidentin war Festrednerin beim Jubiläum der Wiesauer Frauen-Union.

Mit großem Programm feierte die Frauen-Union ihren 50. Geburtstag. Prominenter Gast war am Samstag Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Sie stärkte den politisch aktiven Frauen im Hotel "Deutsches Haus" den Rücken. Unter kräftigem Beifall sagte sie: "Nur gemeinsam meistern Frauen und Männer die Probleme."

Gleich zu Beginn ihrer Festrede dankte sie Pfarrer Max Früchtl für den eindrucksvollen Gottesdienst, mit dem die Jubiläumsfeier begann. "Der Glaube soll uns Kraft geben für unsere tägliche Arbeit." Barbara Stamm erzählte, dass sie persönliche Beziehungen zu Wiesau hat, insbesondere zur FU-Ehrenvorsitzenden Irmgard Hegen. Stamm nannte Hegen einen "Goldschatz".

Schon seit Jahrzehnten leisten Frauen einen wichtigen Beitrag in der Politik, machte Barbara Stamm deutlich. "Wir sind froh und dankbar, dass es Frauen gibt, die sich einbringen und einmischen." Die Landtagspräsidentin hob hervor: "Frauen sind unverzichtbare Säulen unseres Gemeinwesens. Ja sie haben ein ganz besonderes Händchen, wenn es um die Bewältigung von Problemen geht." Als Vorbild ihres eigenen Handelns nannte sie Mutter Teresa sowie Politikerinnen wie Rita Süssmuth, Hildegard Hamm-Brücher, Mathilde Berghofer-Weichner oder Annemarie Renger. "Sie alle waren starke politische Frauen, obwohl ich mit ihnen nicht immer einer Meinung war."

Ausdrücklich setzte sich Barbara Stamm für Emotionalität in der Politik ein. "Die Menschen müssen spüren, dass hinter Politikern auch Menschen sind. Politik ist keine Schande." In diesem Zusammenhang lobte sie Angela Merkel. "Sie ist eine Frau, die weltweit gefragt ist." Sie leiste Enormes. Der Wiesauer Frauen-Union rief sie zu: "Halten Sie zusammen. Stehen sie einander bei und nehmen Sie die Herausforderungen an."

Hart ging die Festrednerin mit Kritikern um, die zwar "mosern, aber die Verantwortung scheuen". "Wer meint, es besser machen zu können, der soll sich einbringen und seine Vorschläge auf den Tisch legen." Wichtig sei eine starke Diskussionskultur. "Ich diskutiere leidenschaftlich, intensiv und wahnsinnig gerne."

Familien stärken

Wichtig war ihr: "Die Familie darf nicht zu kurz kommen." Vielmehr müsse sie im Mittelpunkt aller Diskussionen stehen. Für die CSU bilanzierte Barbara Stamm: "Die Familie ist eine unserer Stärken." Sie betonte: "Die Arbeitswelt hat sich nach der Familie zu richten - nicht umgekehrt."

Ein weiteres Thema war der Erhalt von Werten. In diesem Zusammenhang forderte sie von Flüchtlingen und Muslimen, "dass sie unsere christlich abendländische Kultur anerkennen". Eindeutig setzte sie sich dafür ein, Menschen in Deutschland aufzunehmen, "die unserer Hilfe bedürfen". Ganz Europa stehe da vor einer gewaltigen Aufgabe.

Stichwort Ländlicher Raum: Hier prognostizierte Barbara Stamm eine gute Zukunft. "Wir müssen den Ländlichen Raum schützen und ihn weiter unterstützen." Abschließendes Resümee: "Bei uns in Bayern sind es die Menschen mit ihrem Engagement, die unsere Heimat voranbringen. Dazu gehören Frauen und Familien. Dafür müssen wir dankbar sein." (Weiterer Bericht folgt)
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