Prinzenpaar mit Fasching im Blut

Lokales
Wiesau
15.01.2015
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Fasching feiern ist keine Frage des Alters. In Wiesau regiert in der närrischen Zeit traditionell auch ein Seniorenprinzenpaar.

Sechs Jahre waren Maria IV. und Anton IV. im Amt. Weit über die Gemeindegrenzen hinaus verbreiteten sie bei vielen Faschingseinsätzen gute Laune. Seit dem 11.11. haben Maria Böhm und Anton Zahn dieses Amt abgegeben. Es gibt ein neues Seniorenprinzenpaar beim Faschingsverein Weiß-Blau Wiesau. Ulrike Geyer-Rosenthal und ihr Ehemann Otto Geyer regieren seitdem als Ulrike I. und Otto I. das Wiesauer Faschingsvolk mit.

"Wir machen es beide aus Begeisterung, denn wir sind echte Faschingsnarren" freut sich die Seniorenprinzessin auf die neue Faschingssession. Den ersten großen Auftritt haben sie mit dem Galaabend im Wiesauer Pfarrzentrum bereits hinter sich. Ulrike Geyer-Rosenthal ist seit 2005, als Sohn Konstantin der Kinderprinz war, Mitglied bei Weiß-Blau.

Früher gab es auch noch einen Kinder-Elferrat, in dem ihre Enkelinnen Sarah, Natascha und Sophia dabei waren. Natascha war 2010/11Kinderprinzessin und Helene, eine weitere Enkelin, war es 2009/10. Helene tanzt auch heute noch in der Garde, die sich über einen weiteren Zulauf übrigens freuen würde. Ulrike Geyer-Rosenthal ist seit Jahren bei Faschingszügen auch Fahrerin des Cabrios mit dem Kinderprinzenpaar. Beruflich ist sie seit 25 Jahren in Wiesau als Heilpraktikerin tätig, seit kurzer Zeit arbeitet sie auch mit dem Hotel "Seenario" in Tirschenreuth bei Gesundheitswochen zusammen. Die neue Seniorenprinzessin ist auch im Wiesauer Pfarrgemeinderat aktiv. Als Leiterin des Caritas-Besuchsdienstes arbeitet sie ehrenamtlich mit elf weiteren Frauen in den Seniorenheimen Wiesau, Tirschenreuth, Fuchsmühl, Erbendorf und Mitterteich. Auch beim "Alphakurs" und im Bibelkreis ist sie engagiert.

Prinz Otto I. ist ein gebürtiger Tirschenreuther, der sich dort jahrelang um die Gestaltung des Themenwagens des Handballclubs - dessen Gründungsmitglied er ist - beim Faschingszug in der Kreisstadt gekümmert hat. Beruflich war er als Braumeister in Augsburg, Windischeschenbach und zuletzt mehr als 22 Jahre in Friedenfels tätig. Erst als Rentner wollte er ganz nach dem Motto "mit 66 Jahren, da fängt das Leben an" Faschingsprinz werden. Das hat er nun verwirklicht. Aktiv ist Otto Geyer beim Wiesauer Faschingsverein schon seit einigen Jahren. Bei den Faschingsumzügen steuerte er meistens das Cabrio des Prinzenpaares oder fuhr auf dem großen Faschingswagen von Blau-Weiß Wiesau mit.

Nun darf er erstmals mit seiner Prinzessin auf der Rückbank des Oldtimer-Cabrios Platz nehmen, heuer werden beide selbst gefahren. So weit wie möglich tanzen sowohl Ulrike als auch Otto im Hofstaatballett der Faschingsgesellschaft mit und sind natürlich auch bei den Vorbereitungen der Veranstaltungen fest integriert. Nicht weniger als 25 Termine stehen für die Senioren-Regenten auf dem Terminplan - ein strammes Programm, in das sich die beiden mit Freude stürzen.
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