Rasch und richtig helfen

Wertvolle Informationen liefert der Kurs "Erste Hilfe am Kind". Unser Bild zeigt die Kursteilnehmer mit Dr. Bernhard Buhr (stehend links), Kursleiterin Manuela Görschel (stehend rechts) und Assistent Martin Höfler (Dritter von links). Bild: wro
Lokales
Wiesau
28.11.2015
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Ein Kind stürzt eine Treppe hinunter. Was tun? Wie helfen? Antworten und Informationen liefert ein Kurs des Roten Kreuzes.

Oft helfen schon ein Pflaster oder ein kleiner Verband. Besonders wichtig sind die tröstenden Worte von Mama oder Papa. Die wirken manchmal schon wie ein Wunder. Doch nicht immer reicht dies. Verletzungen können auch gravierender sein. Wie also richtig reagieren? Ausbilderin Manuela Görschel und Assistent Martin Höfler von der Wasserwacht Tirschenreuth zeigen während eines Kurses "Erste Hilfe am Kind" in insgesamt neun Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten, wie man sofort helfen und falls nötig lebensrettende Maßnahmen einleiten kann. Sie erklären dabei auch, wie ein Kopf- oder Druckverband anzulegen ist. Ebenso wie der kleine Fingerkuppenverband, sauber angebracht, zur Linderung der schlimmsten Schmerzen beitragen kann. Ergänzend dazu haben die beiden BRK-Leute Beispiele und Tipps für Sofortmaßnahmen bei Verletzungen zur Hand. Denn gerade kleine Kinder verletzten sich oft schneller als gedacht. Aber was machen, wenn ein richtiger Ernstfall eintritt? Das Kind liegt leblos am Boden, atmet nicht mehr. Wie führe ich die Wiederbelebung durch? Manuela Görschel hat eigens dafür zwei "Verletzte" aus Kunststoff mitgebracht, die widerspruchslos und ohne müde zu werden die anfänglich noch zögernden Herzdruckmassagen und Atemspenden über sich ergehen lassen. Gastreferent Dr. Bernhard Buhr schließlich gibt kompetente Information zu Impfungen und Kinderkrankheiten. Die Papas und Mamas hören gespannt, was der Wiesauer Arzt zu erzählen hat. Kursleiterin Manuela Görschel, sie ist seit 15 Jahren im Rettungsdienst und in der Altenpflege tätig, sagt im Gespräch mit unserer Zeitung: "Wir haben uns beim BRK entschlossen, den Kurs hier in Wiesau anzubieten. Unser Ziel war die Sensibilisierung der Eltern in Sachen Erste Hilfe am Kind."

Görschel fährt fort: "Weiter wollen wir dem Ersthelfer die Angst nehmen etwas falsch zu machen." Auch die Bedienung von Defibrillatoren sei kein Hexenwerk, dafür aber lebensrettend. Manuela Görschel nennt das Motto des Kurses: Hilfe - Ermutigen und trösten - Lebensrettende Maßnahmen - Decke". Zusammengefasst wird daraus der HELD.
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