Sanieren oder Abriss? - Bürgermeister will Meinung der Wiesauer erkunden - Fragebogen verteilt
Bahnhofsgebäude: Nun sind die Bürger am Zug

Lokales
Wiesau
26.02.2015
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Schon vor einigen Wochen hatte Toni Dutz in einem Gespräch mit unserer Zeitung eine Bürgerbefragung angekündigt. Der Bürgermeister erklärt: "Wir im Marktrat wollen wissen, wie die Bürger denken. Wünschen sie den Erhalt des bestehenden Bahnhofsgebäudes und damit eine Sanierung? Oder sind sie für einen Abriss?"

Die Fragebögen werden in diesen Tagen verteilt. Dabei verdeutlicht Dutz: "Diese Befragung betrifft einzig das Wiesauer Bahnhofsgebäude." Hier gehe es nicht um die geforderte Barrierefreiheit des Bahnsteigs. In einem Info-Block stellt die Gemeinde Wiesau, der das Bahnhofsgebäude gehört, die wichtigsten Fakten gegenüber.

Eine Sanierung und Renovierung im Bestand zöge Kosten von mindestens 2,5 Millionen Euro nach sich. Diese "einfache Lösung" bedeute Verfüllen des Kellers, Dachgeschoss als Kaltdach, kein Aufzug, nur bedingt behindertenfreundlicher Umbau. Ein barrierefreier Ausbau sei nur erschwert möglich und dann zu höheren Kosten. Die laufenden Betriebs- und Unterhaltskosten sind mit drei Prozent der Investitionssumme jährlich (rund 75 000 Euro) kalkuliert. Für eine Folgenutzung lägen derzeit kaum konkrete Pläne auf dem Tisch. Eine Sanierung bewahre aber die historische Ansicht.

Ein Abriss und ein dann folgender Neubau eines Funktionsgebäude bringe niedrigere Kosten als eine Sanierung mit sich. Auch sei er voll förderfähig. Ein barrierefreier Ausbau lasse sich leicht in die Planung integrieren. Die Betriebs- und Unterhaltskosten lägen bei etwa 36 000 Euro. Bei einer Neugestaltung des gesamten Areals ließe sich das neue Gebäude gut einfügen. Auch könne das Funktionsgebäude auf den tatsächlichen Bedarf und die Folgenutzung abgestimmt errichtet werden.

Jetzt haben die Bürger die Wahl zwischen: Ja, ich bin für den Erhalt des Erscheinungsbildes und die Sanierung im Bestand. Der höheren Investitionskosten und Folgekosten bin ich mir bewusst.

Ja, ich bin für einen Abriss des bestehenden Gebäudes und damit eine Neukonzeptionierung des gesamten Areals. Der damit verbundenen Änderungen der Ansicht bin ich mir bewusst.

Die ausgefüllten Fragebogen sollen das Rathaus bis 27. März erreichen. Sie dienen den Markträten als Entscheidungshilfe.
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