Sehr gesellig und sehr sozial

Die Organisatoren vom "Al-Bundy-Fanclub" hoffen auf großen Zulauf beim Starkbierfest am Samstag. Bild: si
Lokales
Wiesau
10.03.2015
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Al Bundy ist die Hauptfigur einer amerikanischen Comedy-Serie aus den 90er-Jahren. Nach ihm benannte sich eine bunte Truppe Hobbyfußballer, die heute noch sehr aktiv ist - unter anderem als Mitorganisator des Starkbierfestes.

Der "Al-Bundy-Fanclub Wiesau" feiert heuer 20-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum bietet den Anlass, eine Geldspende für sozial engagierte Vereine zur Verfügung zu stellen. Dazu ist eine Verlosung beim Starkbierfest geplant, das am Samstag, 14. März, in der Schulturnhalle über die Bühne geht. Als Preise können sozial oder in der Jugendarbeit engagierte Vereine 500 Euro, 300 Euro und 200 Euro gewinnen.

1000 Euro zu gewinnen

Für die Teilnahme an der Verlosung müssen ein Vorstandsmitglied (erster, zweiter oder dritter Vorsitzender) und mindestens drei weitere Vereinsmitglieder zum Starkbierfest kommen. Anmeldungen sind an der Abendkasse möglich. Die drei Geldpreise werden unter allen gültigen Anmeldungen verlost und als Spende übergeben.

Name für Fußballteam

Nach 20 Jahren blickt der Verein auch auf seine Geschichte zurück. Anfangs ging es schlicht darum, einen Mannschaftsnamen für ein knappes Dutzend fußballbegeisterter Hobbykicker anlässlich des Wiesauer Bürgerturniers zu finden. Daraus entstand der "Al-Bundy-Fanclub". Heute ist der Verein aus dem Wiesauer Gesellschaftsleben nicht mehr wegzudenken. "Uns liegt das gesellige Beisammensein, aber auch ein hohes Maß an sozialem Engagement sehr am Herzen", beschreibt der aktuelle Vorsitzende Thomas Dürnhofer die Ausrichtung. Die Hälfte des Jahresbeitrags der Mitglieder sowie alle durch Feste erwirtschafteten Gewinne kommen sozialen Zwecken zugute. "Den Rest verschlingt die Geselligkeit", sagt Dürnhofer mit einem zwinkernden Auge.

Der "Gründungsvater" Manfred Vollath kann sich noch gut an die Anfänge erinnern: "Wir brauchten unbedingt einen Namen für die Turniermeldung." Doch womit konnten und wollten sich die Mitstreiter identifizieren? " Ein Konklave bei zwei, drei Bier brachte den Durchbruch: Die Truppe benannte sich nach Al Bundy, dem kauzigen Schuhverkäufer aus der Serie "Eine schrecklich nette Familie".

Die Freude über den Namen war groß, der sportliche Erfolg jedoch bescheiden. "Nach dem Turnier wollte niemand den Namen und die Idee einfach so beiseite legen", erinnert sich Vollath. Und so wurde wieder zu einer Versammlung geladen und der Verein zunächst mit 12 Mitgliedern aus der Taufe gehoben. Schon kurz darauf begannen die "Bundys", sich im Festbetrieb zu engagieren.

Fulminanter Neustart

2001 hatte Vollath die zündende Idee, mit der sich der Verein im Wiesauer Gemeindeleben großes Ansehen erwarb: die Wiederbelebung des Wiesauer Starkbierfestes. 2002 fand die erste Veranstaltung statt. Hauptattraktion war der Auftritt der "Altneihauser Feierwehrkapelln". Damit gelang ein fulminanter Neustart. In den zehn Jahren darauf wurde der Versuch gestartet, dem Fest mit einer Predigt von "Bruder Barnabas" und einem Singspiel im Stile des Nockherbergs ein künstlerisches Aushängeschild zu geben. Durch den Einsatz der Wiesauer Theatergruppe "Shalom Amitie", der Barnabas-Darsteller Louis Müller und Reinhard Stummreiter, von Wolfgang Lang (Autor, Regie) und vielen anderen Hobbydarstellern bekam das Fest seinen eigenen Charme.

Doch die "Bundys" stehen auch für eine soziale Ader. Viele gemeinnützige Einrichtungen wurden immer wieder mit Spenden bedacht. Der wohl größte Coup gelang dem Verein, als er einem schwer erkrankten Jungen aus Wiesau zu einem tollen Erlebnis verhalf: 2004 durfte er während einer Bundesligapartie unmittelbar neben der Trainer- und Auswechselbank seiner großen Idole vom FC Bayern München sitzen.

Fast nur Männer im Club

Heute zählt der Verein 54 Mitglieder, fast ausschließlich Männer. "Al Bundy hat in der Serie mal eine Männerrunde gegründet. Da kommt die Grundidee her", begründet Vollath. Doch wie auch immer die personelle Zusammensetzung aussehen mag, die "Bundys" wollen auch in Zukunft viel Engagement zeigen.
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