Solide Basis für die Herausforderungen

Die Chorgemeinschaft Wiesau-Erbendorf und die Falkenberger Zoiglmusik gestalteten den Empfang. Bild: si
Lokales
Wiesau
12.01.2015
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Nicht als Wendepunkt, wohl aber als Anlass für einen Moment des Innehaltens sah Toni Dutz den Jahreswechsel: Beim Neujahrsempfang erinnerte der Bürgermeister zufrieden an das im vergangenen Jahr Erreichte. Und auch der Ausblick fiel recht zuversichtlich aus.

"Man kann nicht in die Zukunft schauen. Aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen, denn Zukunft kann man bauen." Mit diesem Zitat des französischen Schriftstellers Antoine de Saint Exupery begrüßte Bürgermeister Toni Dutz die Besucher des 37. Neujahrsempfangs der Marktgemeinde. Chorgemeinschaft Wiesau-Erbendorf und Falkenberger Zoiglmusik sorgten für die musikalische Gestaltung.

Dutz freute sich über den außerordentlich guten Besuch. Ins Rathaus waren Vertreter aus Politik, Wirtschaft Kirchen, Vereinen Verbänden und Initiativen gekommen. Wie ganz Deutschland habe auch die Marktgemeinde von der guten Konjunktur der letzten Jahre profitiert. Die Beschäftigten-Quote habe einen ungewöhnlich hohen Stand erreicht und die allermeisten Erwerbstätigen hätten einen unbefristeten Vollzeitjob. Die Unternehmen verzeichneten gut gefüllte Auftragsbücher und hätten viel investiert.

Auch die Steuereinnahmen der Gemeinde Wiesau seien 2014 nochmals angestiegen, so dass wichtige und zum Teil schon lange geplante Großprojekte erfolgreich abgeschlossen beziehungsweise auf den Weg gebracht worden seien.

Spielraum für Gemeinden

In diesem Zusammenhang nannte Dutz die Umgestaltung des Kirchplatzes und die geplante Weiterführung der Arbeiten in der Hauptstraße in diesem Jahr. Der Freistaat Bayern habe durch die Stabilisierungshilfe die Gemeinden finanziell unterstützt und so den Gemeinden mehr Spielraum verschafft. "Innerhalb drei Jahren ist die Pro-Kopf-Verschuldung unserer Gemeinde von 1850 auf 1250 Euro gesunken." Den Bürgern und allen Verantwortlichen dankte Dutz er für ihren Elan und ihre Tatkraft um ihre Marktgemeinde voranzubringen. Daneben stellte Dutz die Arbeit aller freiwillig Engagierten in den Vereinen heraus. Mit gemeinsamen Anstrengungen habe man schon viel bewegt und gut Kurs gehalten. "Das ist eine solide Basis, um die Herausforderungen des neuen Jahres zu meistern."

Pfarrer Max Früchtl ging in seiner Ansprache auf die Familien und insbesondere auf die Kinder ein. "Kinder fordern einen zwar aber sie fördern einen auch und bereichern unseren Alltag ungemein." Der Pfarrer dankte allen die ihre Kinder und Enkelkinder eine gute Zukunft ermöglichen und ihnen Geborgenheit schenken.

"Vergelt's Gott" sagte Pfarrer Früchtl auch den Kindergärtnerinnen und Lehrern die den Kindern Bildung vermitteln und so den Grundstein für ein erfolgreiches, erfülltes und glücklichen Leben legten. "Wer Bildung sät wird Zukunft ernten." Früchtl dankte auch den Unternehmern, die dafür sorgten, dass die Familien ein gesichertes Ein- und Auskommen haben.

Auch die Landwirte vergaß Früchtl nicht in seiner Rede. "Was wären die Flächen unserer Heimat ohne euch?" Jeder könne sich glücklich schätzen hier zu leben, in einer Region in der Werte wie Toleranz, Respekt und Offenheit keine Fremdwörter seien.

Der Umgang untereinander

Im Namen der evangelischen Kirchengemeinde überbrachte Brigitte Busl die besten Wünsche für das neue Jahr. "Wir müssen die Menschen so annehmen wie sie sind, auch wenn das manchmal nicht ganz leicht ist." Jesus habe die Menschen angesehen, sie berührt, ihnen ihre Schuld vergeben und sie bedingungslos angenommen. "Wie wir mit uns umgehen ist wichtig. Denn wir sind das Salz der Erde und wo die Güte und Liebe währt, da wohnt Gott mitten unter uns."

Gedenken an Terror-Opfer

MdB Reiner Meier unterstrich seine Verbundenheit mit der Gemeinde. "Die Politik kommt in diesem Tagen nicht daran vorbei, den Anschlag in Paris zu verachten und der Menschen zu gedenken, die dabei ihr Leben verloren haben."

Er, Meier, habe die Hoffnung, dass sich die Menschen hier nicht aufhetzen lassen. "Dieser Anschlag entspringt nicht einer Religion sondern ist einzig und allein von Terroristen ausgeführt worden."

Mit großen Interesse hatte Meier vernommen, dass die Verschuldung der Marktgemeinde sich verringert hat, was von einer guten Arbeit zeugt." In Bezug auf die Barrierefreiheit des Bahnhofs Wiesaus sagte der Bundestagsabgeordnete, dass er in den letzten Wochen viele Gespräche geführt habe und er sicher sei, dass dies verwirklicht werde. Bayern sei das Bundesland Nummer eins in Deutschland dank seiner tüchtigen Bürger mit ihrem Gerechtigkeitssinn.

In diesem Zusammenhang dankte er MdB allen ehrenamtlich Engagierten und jenen, die Arbeitsplätze bereitstellen und damit beitragen die Familien zu sichern. Mit der gemeinsam gesungenen Bayernhymne endete der offizielle Teil des Neujahrsempfangs und ging in ein gemütliches Beisammensein mit interessanten Gesprächen über.
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