SpVgg reagiert auf Angriff des Stürmers gegen Spielertrainer der SpVgg Selb 13
Brunner in Wiesau suspendiert

Martin Brunner wird vorerst nicht mehr für die SpVgg Wiesau auflaufen. Bild: Gebert
Lokales
Wiesau
12.09.2015
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Kreisligist SpVgg Wiesau hat reagiert und Torjäger Martin Brunner mit sofortiger Wirkung suspendiert. Dies erklärte Vorsitzender Alfred Klarner auf Nachfrage unserer Zeitung. Brunner hatte nach der Heimniederlage gegen die SpVgg 13 Selb (2:5) den gegnerischen Spielertrainer Stefan Rogler attackiert, so dass dieser ins Krankenhaus gebracht werden musste und eine Woche krankgeschrieben war (wir berichteten).

"Ich bin extra früher aus dem Urlaub zurückgekehrt, weil ich wegen dieser Vorkommnisse keine ruhige Minute mehr hatte", sagte Klarner. In einer Sondersitzung entschieden die Verantwortlichen der SpVgg am Donnerstagabend, den Torgaranten bis auf weiteres vom Spielbetrieb freizustellen. "Martin darf und will weiter bei uns trainieren, wird aber vorläufig nicht mehr für uns auflaufen." Klarner will vor einer endgültigen Entscheidung abwarten, bis die Vorfälle geklärt sind und ein Urteil des Sportgerichts vorliegt. Dort ging inzwischen eine Meldung des Schiedsrichters ein, wie dessen Vorsitzender Harald Hohenberger gegenüber unserer Zeitung bestätigte.

Alfred Klarner missbilligte die Attacke seines Spielers, fand jedoch auch kritische Wort in Richtung des Selber Spielertrainers: "Ich war zwar nicht persönlich dabei, aber Rogler soll Martin während des gesamten Spiels und besonders nach dessen verschossenem Elfmeter unter der Gürtellinie provoziert haben. So etwas gehört sich nicht." Stefan Rogler spricht dagegen von beiderseitigen Provokationen. "Ich habe nach den Vorkommnissen in Wiesau überlegt, dem Fußball komplett den Rücken zuzukehren", sagte Rogler. Aber der "intakte Verein und eine tolle Truppe" hätten ihn zum Weitermachen animiert. Ob er jedoch beim Spitzenspiel am Samstag gegen den FC Tirschenreuth an der Linie steht, entscheidet sich erst kurzfristig. Martin Brunner sei während der Woche bei ihm gewesen und habe sich entschuldigt.

Brunner selbst wurde von der Nachricht seiner Suspendierung überrascht. "Ich hatte schon damit gerechnet, wurde allerdings erst für Freitagabend nach Wiesau bestellt." Wie es jetzt mit dem Torjäger weitergeht, weiß er selbst nicht. "Ich werde mich wegen der laufenden sport- und zivilgerichtlichen Verfahren erst äußern, wenn ein Urteil gefällt ist."
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