Tosender Applaus für "Shalom Amitié"
Schlaflose Nächte und Mordgedanken

Norbert (Markus Weig, links) und Nora Nebenan (Margot Konz, rechts) trösten Tochter Nadine (Bianca Wege).
Lokales
Wiesau
19.11.2015
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Tosenden Applaus gab es am Samstag für die Darsteller der Theatergruppe "Shalom Amitié" bei der Premiere des Stücks "Mordgedanken oder schnarcht ihre Frau auch?" Dieser "Wahnsinn in vier Tagen" von Andreas Heck bescherte dem Publikum einen heiteren Theaterabend, bei dem es viel zu lachen gab - und bei dem sich der eine oder andere auch wiederfand.

Schließlich ist das nächtliche Schnarchen des Partners für viele ein leidiges Thema. Ob es im wahren Leben dabei zu Mordgedanken kommt, bleibt dahingestellt. Für die Theaterbesucher am Samstag war die Thematik auf jeden Fall äußerst amüsant. Durch den stockfinsteren Saal des Pfarrzentrums schleichen zunächst drei dunkle Gestalten mit Mordinstrumenten durch die Zuschauerreihen. "Bella I'murxdio" (Annalena Heindl), "Mord a della" (Alexander Höcht) und "Großer Massa Ker" (Michael Holm) sind auf der Suche nach neuen Opfern.

Auf der Bühne angekommen, stellen die drei erst einmal ihre Werkzeuge und Ideen dem Publikum vor. Und gleich gibt es auch einen kleinen Seitenhieb für den Bürgermeister, denn Toni macht Amore - aber mehr wird nicht verraten, schließlich beginnt das Stück. Horst Hilfreich (Herbert Schicker) kommt heim, geschafft von der Arbeit. Ehefrau Helga (Silke Schicker) ist hocherfreut, als er ihr erzählt, dass er die Chance hat, zum Gruppenleiter aufzusteigen. Sofort wird eine Strategie entwickelt, damit es mit der Beförderung auch klappt.

Um den begehrten Job zu bekommen, rät Helga ihrem Angetrauten, in den nächsten Tagen als hellwache Kampfmaschine in der Arbeit zu erscheinen. Damit dies gelingt, heißt es für Horst sofort ins Bett, um ausgeschlafen zu sein. Doch daraus wird nichts. Im Gegenteil. Alles hat sich gegen Horsts Nachtruhe verschworen, da wird das Schnarchen der Ehefrau bald zum geringsten Übel. Zuerst haben die netten Nachbarn Nora Nebenan (Margot Konz) und ihr Ehemann Norbert (Markus Weig) mit ihre Tochter Nadine (Bianca Wege), die Liebeskummer mit ihrem Basti (Timo Wege) hat, Gesprächsbedarf. Dann ist es Horsts Vater Hermann (Florian Greil), der aus Angst vor den Russen das Ehepaar heimsucht und die so dringend benötigte nächtliche Ruhe stört. Von Tag zu Tag wird Horst übermüdeter. Jede Nacht suchen ihn die drei Mordgestalten heim, um ihm Rachegedanken unterzujubeln. Die ganze Geschichte wird von Tag zu Tag turbulenter, ganz zur Erheiterung des Publikums.

Wie es am Ende ausgeht wird nicht verraten - schließlich zeigt die Theatergruppe am 21. und 28. November das Stück noch einmal, jeweils um 20 Uhr im Pfarrzentrum Wiesau. Restkarten gibt es noch an der Abendkasse.
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