Tricks beim Fotografieren

Vor allem von den Kameras und Objektiven, die Norbert Grüner mitgebracht hatten, zeigten sich die jungen Nachwuchsfotografen der neunten Ganztagsklasse begeistert. Bild: hfz
Lokales
Wiesau
21.03.2015
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Einen Kunstunterricht der etwas anderen Art erlebten die Schüler der Ganztagesklasse 9 der Mittelschule mit ihrer Lehrerin Annette Spreitzer-Hochberger. Norbert Grüner vom Neuen Tag in Tirschenreuth wurde von den Jugendlichen in die Schule eingeladen und befragt, wie man richtig gute Fotos macht.

Alle waren sehr interessiert bei der Sache, da die Klasse zur Zeit am Fotowettbewerb "Schülerperspektiven" des Projektträgers "Schule-Wirtschaft Bayern" im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft teilnimmt und sich für die eigenen Fotos wichtige Ratschläge holen wollte.

Bereits zu Beginn des Schuljahres hatten sich die Neuntklässler zur Teilnahme am Fotowettbewerb entschieden. Ziel des Projekts ist es, die Kreativität junger Menschen zu fördern. Durch die Arbeit sollen Schlüsselqualifikationen wie kreatives Denken, soziale Kompetenz sowie die Fähigkeit zur Reflexion trainiert und gefördert werden.

Was wirklich zählt

Seit Projektbeginn befassten sich die Schüler intensiv mit den unterschiedlichsten Aspekten der Fotografie auf der Basis von Sachtexten und erarbeiteten gemeinsam die Themenstellung des Foto-Wettbewerbs "Was wirklich zählt!".

Dann zogen die Jugendlichen los und schossen erste Fotos zum Thema. Schnell wurde klar, dass es nun aber doch noch einige wichtige Fragen zu klären gab und so trug man im Unterricht diese Fragen zusammen und lud Norbert Grüner zum Interview ein. Fabian erfuhr dabei beispielsweise, dass den Anschaffungskosten für eine gute Spiegelreflex-Kamera nach oben hin keine Grenzen gesetzt seien.

Allerdings käme es nicht auf die Höhe des Kaufpreises an, sondern auf die Fähigkeit des Fotografen. "Die Kamera macht nicht die Bilder! Die Fotos passieren im Kopf - ausschlaggebend ist das, was ich sehe", präzisierte Grüner seine Aussage.

Als Sophia dann fragte, ob es eine bestimmte Taktik beim Fotografieren gäbe, wies der Fotograf darauf hin, dass jedes Motiv anders sei und man deswegen immer spontan neu und schnell entscheiden müsse. Einzig und allein der "Goldene Schnitt" wäre ein Tipp, den er den jungen Fotografen mit beim Schießen der Wettbewerbsfotos auf den Weg geben möchte. Mit Hilfe eigener Bilder veranschaulichte Grüner diesen Fachbegriff, indem er ein digitales Gitternetz über einige seiner Foto legte und erklärte, dass er sich immer überlege, in welchen Teil dieses Gitternetzes er sein Motiv setze, damit ein Bild an Spannung gewinne.

Von Technik begeistert

Nicht schlecht staunten die Neuntklässler, als sie die Fotos von Landschaften, Tieren, aber auch Porträts sahen, die der Fotograf für verschiedene eigene Projekte und für den Neuen Tag geschossen hatte. Auf die Frage von Kristina, was eine gute Ausrüstung ausmache, zeigte der Referent den Schülern verschiedene Kameras und Objektive und vor allem Marcel war von der Technik besonders begeistert. Nach weiteren Fragen, wie beispielsweise zum Einsatz des Blitzes oder der Beachtung des Hintergrundes, waren alle Antworten gegeben und die Klasse bedankte sich bei dem Fotografen des "Neuen Tages" für seinen Besuch.

Noch bis Ende April werden die Schüler weiterfotografieren und durch ihre Bildmotive ihre ganz persönliche Sicht der Dinge visuell darstellen.

Die besten Bilder werden dann ausgestellt, bevor sie an den Projektträger "Schule-Wirtschaft Bayern" nach München weitergeleitet und vielleicht dort prämiert werden.
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