Vor 30 Jahren begann Verein in Wiesau mit zielstrebiger Aufbauarbeit - Radtouren, Wanderwege ...
Als Touristen noch Fremde waren

Das Pechofen-Modell bei Leugas ist auf Initiative des Tourismus- und Kulturvereins in Zusammenarbeit mit der Berufsschule und der Marktgemeinde entstanden. Am Freitag feiert der Verein 30-jähriges Bestehen. Bild: si
Lokales
Wiesau
11.03.2015
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Er gehört zu den jüngeren Organisationen in der Marktgemeinde, hat aber schon viel bewegt: Der Tourismus- und Kulturverein Wiesau feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Das wird am Freitag, 13. März, im Gasthof "Bayerischer Hof" gebührend gefeiert. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Festrede von Adalbert Busl

Im Mittelpunkt steht ein Rückblick auf die Vereinsgeschichte. Gründungsmitglieder und andere langjährige Mitstreiter werden geehrt. Rektor Adalbert Busl lädt im Festvortrag zu einem Spaziergang durch die Geschichte Wiesaus ein. Als der Verein gegründet wurde, kam der Tourismus - damals sprach man noch vom Fremdenverkehr - im Landkreis erst so richtig in Bewegung.

"Chance für Wiesau"

Anstoß zur Gründung gab Elisabeth Zeitler, die inzwischen verstorben ist. Nach der ersten Sitzung am 20. November 1984 unter dem Motto "Fremdenverkehr in Wiesau - eine Chance" erfolgte am 19. Dezember das zweite Treffen. Vorsitzende wurde Elisabeth Zeitler, Stellvertreter Herr Seeger, Schriftführer Rainer Prößl, Kassier Heinz Leitner. Zu Beisitzern wurden Hans Bayer, Michael Eichenseher, Stefanie Fröhlich und Hedwig Kammerer gewählt. Als Beitrag wurden 20 Mark pro Mitglied und zwei Mark pro Bett festgelegt. Bei der ersten öffentlichen Versammlung am 30.Januar 1985 wurden 28 neue Mitglieder aufgenommen. Nach Jahren zäher Aufbauarbeit und dem Rücktritt von Elisabeth Zeitler 1991 übernahm Rainer Prößl den Vorsitz, 1997 folgte ihm Karl Frankenberger. Der Schwerpunkt der Tätigkeit lag in der Gästegewinnung und Werbung für den Heimatort.

Wandertage eingestellt

Im Juni 1990 begann die Veröffentlichung der "Wiesauer Nachrichten", für die der Verein als Herausgeber zeichnet. Ab 1998 führte Adolf Thoma den Verein. Er setzte sich stark für die Pflege von Kultur und Aufrechterhaltung der Heimatgeschichte ein. Er brachte die Renovierung der Stiftlandsäulen voran und unterstützte den Bau des Pechofenmodells, das 2004 eingeweiht wurde. In dieser Zeit wurden auch zehn Wanderrouten rund um Wiesau neu beschildert und gepflegt. Von 2000 bis 2007 gab es jeweils im August einen Wandertag, organisatorisch unterstützt vom Stiftländer Heimatverein und Rotem Kreuz. Leider fand dieses Angebot auf Dauer zu wenig Resonanz.

Touristisch ließ sich nicht mehr viel ausbauen, doch kulturell passierte viel. Unter anderem beschlossen die Verantwortlichen, den Fremdenverkehrsverein Wiesau und Umgebung in "Tourismus- und Kulturverein Wiesau" umzubenennen. Nach dem Wegzug von Adolf Thoma übernahm Gabi Lang von 2004 bis 2010 die Führung. In dieser Zeit profilierte sich der Verein mit vielen Veranstaltungen. Die Vorsitzende und Stellvertreterin Gabi Eichenseher organisierten unter anderem 2005 ein Folklorefest mit irischer Musik, Irish Stew und Guinness-Bier. 2006 veranstaltete der Verein mit der Falkenberger Zoiglmusik ein Sommernachtsfest. Viele Besucher schwärmen bis heute davon. Damals begann der Verein mit den geführten Radtouren. Der ökumenische Emmausgang, die Gestaltung eines Osterbrunnens und die Beteiligung an den Faschingsumzügen fällt ebenfalls in diese Zeit.
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