Wiesauer im Bundestagsausschuss angehört
Experten im Tourismus

Dr. Wolfgang Eckstein und André Putzlocher bei der Anhörung im Bundestag. Bild: hfz
Lokales
Wiesau
05.12.2015
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Der Tourismus in Deutschland boomt, doch der Branche mangelt es erheblich an Nachwuchskräften. Darin waren sich die Experten bei der Anhörung im Tourismusausschuss des Bundestags einig. Unter den sieben geladenen Sachverständigen war auch der Leiter der staatlichen Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement Wiesau, Dr. Wolfgang Eckstein.

Da das Konzept seit über zehn Jahren erfolgreich leistungsstarke junge Menschen in die Branche holt, wurde es neben der dualen und der akademischen Ausbildung als ergänzende Lösung zur Fachkräftesicherung in ganz Deutschland diskutiert.

Die Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger konnte sich als Mitglied im Tourismusausschuss bereits mehrfach in Wiesau ein umfassendes Bild machen. Dass von den mittlerweile acht Tourismusschulen in Bayern Vertreter aus Wiesau als Experten eingeladen waren, ergibt sich aus der Pionierfunktion als Schulversuch und damit älteste Schule dieses Typs.

Die Experten vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag und der Gewerkschaft NGG machten in der Anhörung deutlich, dass der Tourismus mit Hotellerie und Gastronomie starke Jobmotoren sind, aber die angespannte Fachkräftesituation eines der zentralen Themen in den Betrieben und "das größte wirtschaftliche Risiko" für die Branche ist.

Zwar herrscht eine große Heterogenität in regionaler und betrieblicher Hinsicht, die "sehr hohe Vertragslösungsquote" im Dualen System sowie die hohe Abwanderung von Hochschulabsolventen in andere Branchen verschärfen aber den Fachkräftemangel insgesamt. Gerade an diesen Punkten in Verbindung mit der von den Sachverständigen geforderten "Durchlässigkeit" zwischen beruflicher und akademischer Bildung setzt das Konzept der Schulen für Hotel- und Tourismusmanagement in Bayern an: Ab dem Mittleren Schulabschluss werden junge Damen und Herren in drei Jahren schulisch inklusive mindestens sechsmonatiger weltweiter Betriebspraktika weltweit sowohl praktisch als auch theoretisch für die ganze Breite der Branche umfassend qualifiziert. Die Absolventen erreichen nicht nur den Berufsabschluss, sondern automatisch die allgemeine Fachhochschulreife, um anschließend berufsbegleitend studieren zu können.
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