Zum Runden ins Eckige

Die 1968er Meistermannschaft der SpVgg Wiesau: Von links Trainer Hans Landgraf, Herbert Gleißner, Ludwig Denz, Josef Oppl, Gerd Schraml, Helmut Oppl, Peter Kaufmann, Franz Dürrschmidt, Ewald Vogl, Wolfgang Kollarik, Günter Fritsch, Hans Mayr, Ludwig Grüner und Masseur Otto Ullrich. Repro: kro
Lokales
Wiesau
25.06.2015
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Drei Jahre lang spielte die SpVgg Wiesau in der Landesliga. Doch auch Tiefpunkte mussten die Fußballer verkraften. Am Wochenende feiern sie Jubiläum und erinnern an die markanten Punkte der Vereinsgeschichte.

Auf die Höhenflüge folgten Abstiege. Auch aktuell beutelt es erste und zweite Mannschaft. Die Chronik zeigt die wechselhafte Geschichte der Spielvereinigung Wiesau auf. Die Stationen sind Thema beim Festkommers zum runden Geburtstag im Innenhof des Sportzentrums.

Die Gründungsmitglieder der SpVgg trafen sich am 24. Januar 1925 im Gasthof "Zur Linde". Die damals bestimmten Vereinsfarben Weiß und Rot sind auch heute noch aktuell. Gründungsvorsitzender war Ludwig Neupert. Bereits vier Jahre später stand die SpVgg schon fast wieder vor dem Aus: Armut und Arbeitslosigkeit führten zu einem Tiefstand im Vereinsleben.

Nachwuchsarbeit

1930 startete der neue Vorsitzende Karl Benner eine Sammelaktion, um die sonst zwangsläufige Auflösung des Vereins zu verhindern. Zudem erkannte die Spielvereinigung die Bedeutung der Nachwuchsarbeit und bildete erstmals Jugendmannschaften. Während des Krieges wurde der Spielbetrieb eingestellt, 1946 der Zentralsportverein Wiesau gegründet. Eine Anekdote gibt es von der Saison 1946/47, als die Wiesauer in Waldershof spielten. Bei der Heimfahrt ging dem Lastwagen am "Ödberg" das Holzgas aus, so dass er nach Hause geschoben werden musste. 1947 wurde die SpVgg wieder selbstständig. 1953 folgte die Einweihung des "Tonwerkstadions". Ein Jahr später begann die Ära mit Fabrikant Otto Kärner, der 20 Jahre an der Spitze der SpVgg stand. Zum 30-jährigen Bestehen gelang 1955 der Aufstieg in die Bezirksliga: Vor mehr als 3000 Zuschauern gewannen die Wiesauer in Marktredwitz das dramatische Entscheidungsspiel gegen den FC Kirchenlamitz mit 3:2. In der Folgezeit konnte sich die SpVgg in der Bezirksliga festsetzen - 13 Jahre lang. Die Bezirksliga-Meisterschaft 1967/68 brachte den Aufstieg in die Landesliga - der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Doch nach drei Jahren kam der Abstieg in die Bezirksliga. Es ging weiter bergab - bis in die A-Klasse (heute) Kreisliga. Doch die SpVgg fing sich wieder und wurde in der Saison 1984/85 Meister in der Bezirksliga; der Aufstieg in die Landesliga Nord war perfekt. Dort hielten sich die Wiesauer nur ein Jahr.

In den zurückliegenden Jahren "pendelte" die Spielvereinigung zwischen der Bezirksliga und der Kreisliga. Jetzt im Jubiläumsjahr geht es wieder zurück in die Kreisliga. Doch bei der Meisterschaft will sie ein Wörtchen mitreden. (Im Blickpunkt)
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