Bürgermeister Toni Dutz weiß: die Markträte
Wer hat’s beschlossen?

In Marktrat Franz Dürrschmidts Augen ist die die Landschaft verschandelnde Leitplanke entlang der Straße zu den Waldseen ein Ärgernis. Bürgermeister Toni Dutz dagegen verwies auf die Verkehrssicherheit und erinnerte an den vor wenigen Monaten gefassten Gemeinderatsbeschluss zur Aufstellung der Leitplanke. Bild: wro
Politik
Wiesau
25.11.2016
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Franz Dürrschmidts kritischer Unterton blieb von vielen zunächst unbemerkt. "Wer hat eigentlich das Aufstellen einer Leitplanke entlang der Straße zu den Waldseen veranlasst?", wollte der Freie-Wähler-Marktrat wenige Minuten vor Schluss der Gemeinderatssitzung von Bürgermeister Toni Dutz wissen. Gelassen verwies der Rathauschef auf einen vor wenigen Monaten ergangenen Marktratsbeschluss. "Das habt ihr doch so entschieden." Er ergänzte: Nachzulesen ist das alles im Protokoll der Sitzung.

Die Aussage des Bürgermeisters jedoch wollte keiner der anwesenden Räte auf Anhieb bestätigen. Vergeblich wartete Dutz auf eine Unterstützung seitens der Markträte. Franz Dürrschmidt legte nach: Die Leitplanke sei eine Landschaftsverschandelung. Und ein Verkehrshindernis obendrein. Dürrschmidt verwies auf sich dort begegnende Fahrzeuge, die oft gezwungen seien, rückwärts wieder aus der Engstelle herauszufahren. Ein normales Vorbeikommen, so Franz Dürrschmidt, sei für manche Fahrzeuge, insbesondere für landwirtschaftliche Zugmaschinen, unmöglich. Die Leitplanke war notwendig, stellte sich Bürgermeister Toni Dutz den Vorhaltungen Dürrschmidts entgegen. Die Verkehrssicherheit habe schließlich Vorrang.

Ganz und gar nicht abgeneigt zeigten sich sowohl Bürgermeister Toni Dutz als auch die Markträte von Manfred Vollaths (Freie Wähler) Vorschlag zur Aufwertung des "Michaeli-Marktes". "Vielleicht wäre es sinnvoll, den Markt wieder dort abzuhalten, wo er früher einmal war", meinte Vollath und erinnerte in diesem Zusammenhang an die Blütezeit der Wiesauer Märkte Anfang der 1950er Jahre. Während dieser Zeit nämlich wurden die Waren an mehr als 100 Ständen am Kirchplatz feil geboten.

Die Vorteile, so Vollath zusammenfassend, lägen auf der Hand: Kirchgänger werden animiert, nach der Messe durch den Markt zu bummeln. Die angrenzende Zoiglwirtschaft wäre sicher auch von Vorteil. Vollath schloss: Der "Michaeli-Markt" würde so deutlich aufgewertet.
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